Brauereigelände: So geht es weiter

Nach Ausstellung der Pläne im Krücken-Saal stehen Gespräche mit Hauseigentümern an.

Willich. Die Pläne für die Neugestaltung des ehemaligen Brauereigeländes in Alt-Willich einschließlich der angrenzenden Flächen in Richtung Markt liegen seit Mitte Februar vor. Bis Ende des Monats hat es eine öffentliche Ausstellung der drei besten Entwürfe in einem Gestaltungswettbewerb im Saal der Gaststätte Krücken gegeben. Doch wie geht es jetzt weiter?

Wie die Technische Beigeordnete Martina Stall betont, bildet der siegreiche Entwurf nur die Grundlage der weiteren Planung. „Zunächst stehen jetzt Gespräche mit den Eigentümern an“, sagt sie.

Mit im Boot sind bisher schon die Eigentümer des Rewe-Komplexes, der Brauereipassage (Paschertz) und der Stadtwerke (Stadt). Doch vor allem in Richtung Markt sind auch viele kleinere Hauseigentümer angesprochen, die mitziehen müssten, um den erhofften „großen Wurf“ hinzubekommen. Laut Martina Stall wäre auch eine abschnittsweise Realisierung möglich, falls nicht sofort alle Angesprochenen für das Projekt begeistert werden können. Sie hofft, dass bis Ende des Jahres eine Rahmenplanung abgeschlossen werden kann — dann geht sie in den Ruhestand.

Wie Krücken-Wirt Horst Neven verrät, haben sich rund 50 Willicher die Entwürfe angesehen. Wie war die Resonanz? „Gemischt“, sagt der Wirt. Das von den Planern erhoffte „Altstadtflair“ habe sich seiner Beobachtung nach nicht jedem Besucher erschlossen. „Befürchtet wurde teilweise, dass sich durch die kleinteiligen Gassen viele Drecksecken bilden“, so Neven.

Von einer „breiten Resonanz“ auf die Entwürfe spricht der stellvertretende Bürgermeister Guido Görtz. Auch eine Verunsicherung von Anwohnern, deren Häuser oder Wohnungen im Planungsbereich liegen, sei spürbar gewesen. Görtz betont deshalb: „Es handelt sich nur um eine Grobplanung.“ Am Ende müsse es eine Stelle geben, die federführend die Koordination zwischen den verschiedenen Beteiligten in die Hand nimmt, damit das Projekt zügig vorangebracht werden könne. Am Markt habe man dazu erfolgreich die „Stadtschmiede“ eingesetzt.

Der Kölner Entwurf sieht für das 2,8 Hektar große Areal kleinteilige Laden-, Gastronomie- und Gewerbeangebote vor, die den Markt mit dem Rewe-Areal verbinden. Die Brauereipassage und die benachbarten Stadtwerke sollen zugunsten neuer Wohn- und Geschäftsgebäude abgerissen werden. Nur das alte Hannen-Gebäude an der Ecke der Passage bleibt in den Plänen erhalten. An der Ecke Graben-/Brauereistraße ist ein größer Neubau vorgesehen.