Willich: Blütenfest: Mit Blumen und Bügeln gegen das Nordsee-Gefühl

Willich: Blütenfest: Mit Blumen und Bügeln gegen das Nordsee-Gefühl

Werbering hatte abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

Willich. Es war alles da — nur die Sonne glänzte mit Abwesenheit: Das 2. Blütenfest des Werberings machte Sonntag dennoch deutlich, dass der Sommer vor der Tür steht. Der starke Wind rüttelte mit Macht an den Pavillons, ein Gefühl wie Urlaub auf einer Nordseeinsel.

... und Madame Fleur stolzierte als Riesenblume übers Blütenfest. Foto: Friedhelm Reimann

Diana van Diemen aus Anrath machte mit ihrem Angebot dem Fest alle Ehre. Sie präsentierte rund 200 Stauden, im Preis enthalten war kompetente Beratung: Was wächst wo am besten?

Foto: Friedhelm Reimann

30 Meter entfernt stand Harald Brinkmann mit einem Angebot, das vor allem Männer magisch anzog: Gartengrills einer kanadischen Firma. Bei Renate Diekmann blühen die — von ihr gemalten — Blüten ganzjährig, egal, wo sie stehen. Die Düsseldorfer Künstlerin zeigte in den Räumen von Renate Diekmann „Farbenklänge zum Blütenfest“. Gaby Rogahn hatte nicht nur die Fläche vor ihrem Geschäft liebevoll dekoriert. Sie selbst kam als Hippie-Mädchen mit einem Blumenkranz im Haar ziemlich nostalgisch daher. Kindertrödel wurde auf der Grabenstraße angeboten.

Helmut Morsch hat das Haus an der Peterstraße/Ecke Kaiserplatz erworben und umbauen lassen. „Am 1. August wird dort ein Bistro-Café eröffnet“, kündigte er an und bot alte Utensilien, vor allem Gläser aus der Apotheke an, die früher in diesem Haus war.

Renate Kirsch, Vorsitzende der Altenhilfe, hoffte auf gutes Wetter und die Lust der Besucher auf Süßes: Sie und ihre Helferinnen hatten auf der Peterstraße Stehtische weiß gedeckt. Hier konnte man ihre selbst gebackenen Kuchen genießen — oder sie mit nach Hause nehmen. Der Erlös fließt als Spende an die Altenhilfe. Dem guten Zweck diente auch der Verkauf von Popcorn am Stand der Kolpingschule: „Wir möchten im nächsten Jahr wieder ein Zirkusprojekt anbieten können“, sagte Lehrerin Bettina Dombrowski.

Thomas Rips, Abteilungsleiter Judo beim DJK/VfL Willich, hatte auf der Kreuzstraße Matten ausgelegt, auf der seine Sportler eine Kostprobe ihres Könnens abgaben. Auf der Hülsdonkstraße gab es alles rund ums Fahrrad, Mitarbeiter der Stadtverwaltung warben für das „Stadtradeln“. Marcel Gellißen köderte Kurzentschlossene mit einem kleinen Präsent.

Monika Dax und Anette Horst leisteten Aufklärungsarbeit unter der Überschrift „Frühe Hilfen“. „Wir ermuntern Eltern, bei Fragen die Angebote des Netzwerks zu nutzen. Viele wissen auch gar nicht, dass es mit Julia Gabriel eine Familienhebamme in Willich gibt“, sagte Anette Horst. Andreas Baumert von der „Hülse“ sperrte seinen Fahrradparcours für einen Moment, als die 200-köpfige Entwidmungsprozession der Pfarre St. Mariä Rosenkranz in St. Katharina einzog (siehe unten).

Künftig immer offen für Menschen, die eine Kleinigkeit essen und trinken möchten und sich nebenbei vielleicht für innovative Bankgeschäfte interessieren: Im Hinzen-Haus auf der Kreuzstraße/Ecke Hülsdonkstraße gibt es ab sofort die einmalige Kombination zwischen Bank und Brasserie (ausführlicher Bericht dazu folgt in unserer Printausgabe).

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