Beim Aufbruch will der Werbering in St.Tönis lieber unter sich bleiben

Händler stellen sich neu auf : St. Töniser Werbering schließt die Presse aus

Bei der Versammlung mit personeller Aufstellung am Dienstagabend waren Journalisten nicht willkommen.

Stehen nach einem Achterbahnjahr 2018 im Werbering St. Tönis die Zeichen auf Aufbruch? 14 Monate haben die langjährigen, ehrenamtlich tätigen Vorstände Stefan Robben (1. Vorsitzender) und Ulrich Peeren (Finanzen) mit Rino Caruana als Drittem im Bunde auf Nachfolger gewartet.

Nachdem im Sommer mit Reinhardt Rötgerkamp ein Nachfolger gefunden schien, der aber laut eigener Aussage mangels ausreichender Team-Unterstützung schließlich nicht zur Wahl antrat, erklärten sich nun fünf Frauen und ein Mann bereit:  Melanie Barth-Langenecker, Andrea Hermes, Judith Rüther-Zeiß, Isabel Thiele, Heike Werner  und Dennis Weber. Sie wollen nach eigenen Angaben als gleichberechtigte Mannschaft den Werbering organisatorisch und ideenreich in die Zukunft führen.  Angekündigt wurde zur Jahreshauptversammlung des Werberings mit Neuwahlen am Dienstagabend „eine komplette Neuausrichtung der Händlergemeinschaft“. Sie will unter einem veränderten Vereinsnamen  ans Werk gehen.  Motto:  „Qualität statt Quantität“.

Das neue Team habe sich vorgenommen, „umgehend die bestehende Mitgliederdatenbank des Werberings zu aktualisieren“. Melanie Barth-Langenecker wird in der von der Werbering-Pressesprecherin Andrea Leuchten formulierten Mitteilung so zitiert:  „Damit ist die Vernetzung und Verständigung der Mitglieder untereinander gemeint, gleichermaßen aber auch die Kommunikation der Händlervereinigung mit der Stadt, der Politik und den Handwerkern.“

Die Ankündigung von Vernetzung und Kommunikation bezog für den Wahlabend allerdings die Presse nicht mit ein. Im Gegenteil – am Ende des Werbering-Schreibens steht der Hinweis: „Die Jahreshauptversammlung des Werberings St. Tönis findet am 9. April um 19 Uhr im Ratssaal der Stadt Tönisvorst, Hochstraße 20 a, unter Ausschluss der Presse statt.“ Von der Versammlung, von Zahl und etwaiger Diskussion der Mitglieder, von  der Atmosphäre,  dem Aufbruch-Signal, von den neuen handelnden Personen und  von der Art und Weise, wie das bisherige Vorstandsteam verabschiedet wurde, konnte sich die WZ am Dienstagabend also kein eigenes Bild machen. Ree

(Ree)