Anpassung soll ab 2027 erfolgen Bei der Erdgasumstellung fehlt nur noch St. Tönis

Tönisvorst · Im Versorgungsgebiet der NEW wurde die Umstellung von L- auf H-Gas fast überall abgeschlossen. In St. Tönis wird die Anpassung noch etwas dauern.

In Vorst strömt H-Gas durch die Leitungen, in St. Tönis noch L-Gas.

In Vorst strömt H-Gas durch die Leitungen, in St. Tönis noch L-Gas.

Foto: Patrick Pleul

(msc) Bis auf in St. Tönis wurden im Rahmen der Erdgasumstellung von L- auf H-Gas die Gasgeräte des Versorgers NEW im gesamten Geschäftsgebiet umgestellt – also in Viersen, Schwalmtal, Brüggen, Niederkrüchten und Vorst. Das teilt das Unternehmen mit. In St. Tönis werden die Erhebung und Anpassung aller Gasgeräte voraussichtlich im Jahr 2027 oder 2028 erfolgen, so die NEW weiter. „Bevor die Umstellaktivitäten im letzten Teilnetzbereich St. Tönis beginnen, wird die NEW Netz erneut die dortigen Gaskunden frühzeitig und umfassend informieren.“

Für die Erdgasumstellung hat die Bundesnetzagentur mit den Fernleitungsnetzbetreibern bis 2029 einen Netzentwicklungsplan vorgegeben. Die betroffenen Ausspeisenetzbetreiber haben dadurch eine festgelegte Reihenfolge erhalten, in der sie dem Erdgasnetz folgend umgestellt werden. „Im Fall des Netzbereichs St. Tönis müssen wir erst die erfolgte Umstellung aller vorherigen an der Fernleitung liegenden Netzbetreiber abwarten. Deswegen kann die Umstellung hier erst im Jahr 2028 erfolgen“, so eine NEW-Sprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion.

Der Schalttermin, also der Tag, ab dem tatsächlich H-Gas durch die Leitungen strömt, war in Viersen, Schwalmtal, Brüggen, Niederkrüchten und Vorst zu unterschiedlichen Zeitpunkten zwischen Mai und September 2023. Dazu wurden im Vorfeld seit Februar 2023 rund 40 000 Gasgeräte auf den Betrieb mit H-Gas umgestellt. „Wir haben zwischen 2019 und 2023 in den betroffenen Teilnetzbereichen rund 95 000 KundInnen kontaktiert“, sagt Projektleiter Wolfgang Clemens. „Bei einem so großen Projekt war es uns wichtig, frühzeitig, transparent und für den Kunden verständlich zu informieren. Die sehr geringe Beschwerdequote zeigt, dass sich unser Aufwand gelohnt hat.“ Bei der über fünf Jahre laufenden Umstellung hat die NEW Netz rund 750 000 Kundenanschreiben versandt.

Aufgrund der mittlerweile erschöpften L-Gas-Vorkommen in den Niederlanden und in Deutschland werden die Regionen, die noch mit L-Gas versorgt wurden, seit 2015 auf die Nutzung mit H-Gas umgestellt. Dieser Umstellungsprozess betrifft laut NEW rund ein Viertel des deutschen Erdgasmarkts.

(msc)
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