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Auszeichnung: Kinder in Willich und Tönisvorst engagieren sich für Nachhaltigkeit

Auszeichnung : Kinder für die Zukunft geschult

Drei Schulen und eine Kita aus Willich und Tönisvorst erhalten eine Auszeichnung, weil sie sich in Sachen Nachhaltigkeit engagieren. Dabei geht es um Themen wie Ernährung, Klimaschutz und Ressourcen.

Wenn nächsten Mittwoch Schulen, Kitas und Netzwerke für ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit gewürdigt werden, stehen auch Willicher und Tönisvorster auf der Bühne. Insgesamt 19 Schulen aus Krefeld, Mönchengladbach und dem Kreis Viersen werden ausgezeichnet für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Landeskampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“. Dazu gehören in Tönisvorst das Familienzentrum Villa Gänseblümchen und die Gemeinschaftsgrundschule Corneliusstraße sowie in der Stadt Willich die Astrid-Lindgren-Schule und die Kolpingschule.

Für die Kinder der Villa Gänseblümchen dient neben dem naturnahen Außengelände an der Ingerstraße auch der Wald bei regelmäßigen Ausflügen als Lern- und Erfahrungsort für verschiedene Projekte. Thematisch geht es um den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und welchen Nutzen der Wald für Menschen bringt.

Mit dem Bus geht es wöchentlich an den Rand des Forstwalds. 20 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren machen sich dann auf den Weg. „Die Kinder können selbst entscheiden, ob sie mitfahren möchten“, sagt Leiter Ralf Küntges.

Im Wald wird gefrühstückt und gespielt, es werden Nester oder Tipis gebaut. Und es geht Tieren und Pflanzen auf die Spur. Alles, was die Kinder dort entdecken, wird mit Projekten in der Einrichtung verbunden. So wurden für ein Vogelprojekt zum Beispiel Futterstationen gebaut. Im Wald hielten dann alle Kinder nach Vögeln Ausschau, machten – wenn möglich – Bilder und recherchierten im Nachgang in Büchern und Internet, was sie da gesehen haben.

Im Kindergarten selbst werden mit den Jungen und Mädchen Beete, Bienenhotels und Kräuterspiralen angelegt. Einige Kollegen haben in der nachhaltigen Bildung ihren Schwerpunkt, schildert Ralf Küntges. Als Wertschätzung dieser Arbeit sei die Auszeichnung nun eine schöne Sache.

Schüler führen Interviews
mit Landwirten vor Ort

Mit Auszeichnungen kennen sich die Schüler der Garten AG von Lehrerin Christa Röhrscheid an der Astrid-Lindgren-Schule schon aus. Sie haben sich das Thema „Unsere Schule is(s)t gesund – regional und saisonal! Das ist uns nicht egal!“ gegeben und dafür im vergangenen Jahr den Umweltschutzpreis der Stadt Willich bekommen. Nun werden auch sie am nächsten Mittwoch ausgezeichnet.

Die Aktivitäten sind vielfältig. So besuchte die Gruppe Bauernhöfe und erfuhr in Interviews viel über Anbau, Vermarktung und Lagerung. Mittwochs gibt es „gesundes Frühstück für alle“. Es wird Apfelsaft aus Äpfeln aus dem Schulgarten gepresst, Kartoffeln und Getreide geerntet und verarbeitet. Ergänzt wurde das Thema um den Aspekt „Klimaschutz beginnt bei uns in der Obst- und Gemüsekiste!“ Die Kinder setzten sich für ein Frühstück ohne Plastikverpackungen ein.

Die Preisverleihung am Mittwoch in Krefeld ist eine von 32 in ganz Nordrhein-Westfalen. 517 Schulen, 22 Kindertagesstätten und 26 Netzwerke werden ausgezeichnet. Die Kampagne „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft lernen NRW 2016 – 2020“ wird vom Schul- und Umweltministerium getragen. Zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zählen Themen wie Ernährung, Klimaschutz, Umwelt, Natur, Artenvielfalt und Ressourcen. Orientiert an neuen Lernansätzen wird forschend und handlungsorientiert gearbeitet.