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Ausgabestelle soll an die Gelderner Straße

Container in St. Tönis : Tönisvorster Hilfe: Bauantrag ist gestellt

Der Antrag für den Umbau für die Ausgabestelle an der Gelderner Straße ist bereits an den Kreis gegangen. Trotz offener Fragen ist Jürgen Beyer sehr zuversichtlich.

Jürgen Beyer schaut voller Zuversicht auf die nächsten Wochen. Ein wenig Ungeduld ist aber wohl auch dabei. Denn am liebsten würde der Vorsitzende der Tönisvorster Hilfe lieber heute als morgen anfangen, die geplante neue Ausgabestelle des Vereins umzusetzen. Der Bauantrag wurde noch im vergangenen Jahr beim Kreis Viersen gestellt. Nun arbeitet die Bauaufsicht daran.

Bekanntlich überlässt der Spielverein St. Tönis der Tönisvorster Hilfe, die die Lebensmittelausgabe an Bedürftige organisiert, einen alten Container und außerdem eine Stellplatzfläche auf dem selbst von der Stadt gepachteten Gelände. Damit sollen die „Wanderjahre“ der Lebensmittelausgabe nun endlich vorbei sein. Doch vor den Weihnachtsfeiertagen kam bei einem Besuch des Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer (CDU) dann die Nachricht, dass es mit dem Umzug in den Container des Spielvereins St. Tönis vielleicht doch Schwierigkeiten geben könnte. Schummer sagte seine Unterstützung zu.

Denn bevor die Hilfe dort einziehen kann, muss noch einiges angepasst werden. Der alte Container des SV St. Tönis muss zunächst abgebaut und eine neue Unterbau-Konstruktion mit neuen Fundamenten und Versorgungsleitungen entstehen. Die neuen Container müssen dann zur Gelderner Straße gebracht und miteinander verbunden werden. Sieben kleinere Container sollen noch hinzukommen, um genug Platz für Ausgabe, Lager und alles weitere zu haben. Überdachte 186 Quadratmeter sollen am Ende nutzbar sein. Alles an einem Ort, nicht mehr auf zwei oder drei Standorte verteilt. Tonnen von Lebensmitteln müssen bisher für jede Ausgabe zweimal angepackt werden. Das soll ein Ende haben. Zudem bietet der neue Standort ausreichend Parkplätze und eine Bürgerbus-Haltestelle in der Nähe.

Nun hat die Bauaufsicht erst einmal das Wort. Allerlei Fragen müssen geklärt werden. Doch Jürgen Beyer hat den Eindruck, dass alle Beteiligten die Umsetzung möglich machen wollen. „Alle Vorschriften müssen erfüllt sein, damit wir hier dauerhaft auf sicherem Boden stehen können“, so Beyer. Eine befristete Lösung durch Ausnahmegenehmigungen kommt für ihn nicht in Frage. Denn wenn der Verein nun viel Geld in die Hand nehmen müsse, dann soll die Lösung auch dauerhaft Bestand haben.

Konkrete Kosten will Jürgen Beyer noch nicht benennen. Denn man setze darauf, dass viele helfende Hände mit anpacken und so die Kosten im Rahmen blieben. „Wir sind kein reicher Verein“, betont Beyer, der auch schon im Blick hat, dass demnächst ein neues Auto angeschafft werden müsste.

Wie gesagt, am liebsten würde Jürgen Beyer sofort anfangen zu bauen. Doch noch ist Geduld gefragt. Realistisch betrachtet hofft er, dass in den nächsten sechs Monaten viel passiert sein wird und die Lebensmittelausgabe dann an neuer Stelle starten kann. Zuerst soll es nun zeitnah ein Gespräch zwischen Bauaufsicht und dem Verein vor Ort geben.