Ansiedlungen in Sicht

In Tönisvorst soll sich für Firmen in Kürze einiges tun.

Tönisvorst. Es soll sich eine Menge tun in Sachen Ansiedlung. Darüber informierte Tönisvorsts Wirtschaftsförderer Markus Hergett den Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften. Hier der Überblick.

„Der Investor will dort viel Geld in die Hand nehmen“, kündigte Hergett an. Nachdem es in den vergangenen Monaten zu ersten Ansiedlungen auf dem Gelände der früheren Textilfirma gekommen war (das Sanitär- und Haustechnik-Großhandelsunternehmen Collin KG und eine Firma, die für die Logistiker Zubehör wie Spanngurte vertreibt), soll dort bald ein neukonzipierter Gewerbepark entstehen. Erste Aufräumarbeiten seien schon erfolgt, hieß es. Insgesamt hat das Gelände eine Größenordnung von über 52 000 Quadratmetern, davon eine überbaute Fläche von etwa 22 000 Quadratmetern. Mindestens 50 Gewerbebetriebe könnten sich dort ansiedeln. Nähere Infos soll es im Planungsausschuss (2. April) geben.

Hier werden gerade die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, dass sich auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern weiteres Gewerbe ansiedeln kann. „Der Eigentümer ist an einer schnellen Realisierung sehr interessiert und treibt diese voran“, sagte Hergett. Das Gebiet liegt zu zwei Dritteln in der Wasserschutzzone IIIB und zum kleineren Teil in IIIA, wo es strengere Kriterien bei der Ansiedlung gibt. Aber für beide Bereiche seien jetzt schon die Nachfragen enorm, so Hergett. Die Erschließung könnte Beginn des zweiten Quartals 2015 fertig sein.

Einmal mehr wurde von den Kommunalpolitikern ein Baumarkt gewünscht und der Kreis generell bei der strengen Auslegung des Wasserrechts heftig kritisiert. „Dennoch gibt es dort ein zartes Pflänzchen, das zu sprießen beginnt“, so Hergett. Die Firma Samco Autotechnik hat dort ein rund 6 000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft und will schon Ende des Jahres vom Tackweg wegziehen. Die Stahlkonstruktion der Halle steht bereits. Der Eigentümer des gesamten Areals an den Höhenhöfen sei mit seinen Preisvorstellungen etwas nach unten gegangen. Die Nachfragen würden jetzt schon zunehmen und es seien konkrete Projekte in Vorbereitung.

Ein „lokaler Investor“ hat dort das ehemalige etwa 35 000 Quadratmeter große Daihatsu-Gelände gekauft und will dort möglichst großflächig und nachhaltig vermieten und einen Gewerbepark errichten. Hergett dazu: „Es gibt beim Eigentümer aktuell keinen Zeitdruck, aber hier könnte sich bereits in den nächsten Monaten was tun.“ Die Fläche liegt in der Wasserschutzzone IIIA.

Und was Hergett als ein Plus bezeichnet: „Die Hallenflächen dort haben eine sehr gute Bausubstanz.“