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Anrath: Lösungen für die Hochbendstraße und Klein-Kollenburg-Straße in Sicht

Ortstermin : Die Hochbendstraße soll entschärft werden

Neue Poller sollen verhindern, dass Lkw und Autos über den Bürgersteig fahren. Ein Erfolg für die Anwohner.

Jürgen Kuenen ist zufrieden. Vor einigen Tagen hat es auf der Hochbendstraße und der Klein-Kollenburg-Straße in Anrath, an der er wohnt, einen Ortstermin mit rund 30 Anwohnern, CDU-Politikern und Verwaltungsmitarbeitern gegeben – und es hat schon mal zwei halbwegs konkrete Zusagen gegeben, die die Anlieger sehr freuen: In manchen Bereichen der Bürgersteige auf der Hochbendstraße sollen Poller aufgestellt werden, und das abrupte Ende des Fahrradweges auf der Klein-Kollenburg-Straße soll besser kenntlich gemacht werden.

„Wir haben beim Ortstermin gesehen, dass die Hochbendstraße von Lastwagen genutzt wird, und Schäden an den Gehwegen haben gezeigt, dass die Bürgersteige überfahren werden“, sagt Christian Pakusch, Vorsitzender des Willicher Planungsausschusses. Denn die Hochbendstraße wird häufig als Zuweg zum Anrather Industriegebiet, das ansonsten nur über die Prinz-Ferdinand-Straße angefahren werden kann, genutzt. Und: „Die Kurve animiert manche zum Rasen“, sagt Pakusch, der froh ist, dass die Verwaltung nun zugesagt hat, die Möglichkeiten erneut zu prüfen. Denn die Anwohner beschweren sich schon seit Jahren über die aus ihrer Sicht gefährlichen Zustände.

Die Anordnung der Poller werde sich „auf den Bereich ohne Halteverbot, also von der Ampel kommend in etwa bis in Höhe der Häuser Hochbendstraße 29/31, erstrecken. Die Umsetzung wird arbeitstechnisch bedingt wohl erst gegen Ferienende erfolgen beziehungsweise unmittelbar im Anschluss an die Sommerferien“, teilt Andreas Hans, Geschäftsbereichleiter Landschaft und Straßen bei der Stadt Willich, auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Sorgen bereitet den Anwohnern auch das plötzliche Ende des Radwegs auf der Klein-Kollenburg-Straße – auch vor dem Hintergrund, dass auf der nicht weit entfernten Schottelstraße im April ein 14-jähriges Mädchen, das mit Inlinern unterwegs war, am Ende eines Radwegs von einem Traktor erfasst und getötet wurde. „Für die Führung des Radverkehrs am Ende eines straßenbegleitenden Radweges ist für die Führung auf die Fahrbahn die Anordnung einer Radfahrschleuse als probates Mittel möglich“, so Andreas Hans. Geprüft werden müsse nun allerdings noch, ob die Fahrbahn dafür breit genug ist.

Gern hätten die Anwohner auch, dass auf der Hochbend- und der Klein-Kollenburg-Straße eine Tempo-30-Zone eingerichtet wird. Dies sei aus rechtlichen Gründen allerdings nicht so einfach möglich, so Pakusch und Hans. Pakusch sagt allerdings zu, dass dieses Thema bei den Beratungen zur Fortschreibung des Masterplans Mobilität berücksichtigt werde.  „Wir sind jedenfalls guter Dinge“, gibt sich Anwohner Kuenen optimistisch. Die Erschütterungen durch den Schwerlastverkehr seien „nicht mehr auszuhalten“. Viel Schlimmer als der Lärm sei allerdings die Gefährdung der Verkehrsteilnehmer. msc