„Verrückte haben’s auch nicht leicht“ Literaturkurs bringt turbulente Komödie auf die Bühne

Anrath · Der Literaturkurs am Lise-Meitner-Gymnasium hat den Endspurt eingeläutet. Am 14. und 15. Juni bringen die Oberstufenschüler die Komödie „Verrückte haben’s auch nicht leicht“ auf die Bühne.

 Die Oberstufenschüler bringen die Komödie „Verrückte haben’s auch nicht leicht“ auf die Bühne.

Die Oberstufenschüler bringen die Komödie „Verrückte haben’s auch nicht leicht“ auf die Bühne.

Foto: Norbert Prümen

(tre) „Ein Bart“, sagt Beate Krempe. Der Vorschlag der künstlerischen Leitung findet Zustimmung. Anne Tendyck schreitet direkt zur Tat. Die Literaturlehrerin greift zu einem Schminkschwämmchen und schwarzer Theaterschminke. Sie beginnt, Tabea einen Bart zu verpassen. Herzliches Lachen wird laut, als auch die Nase etwas abbekommt. „Bitte ein Abschminktuch“, wünscht Tendyck, die ebenfalls grinsen muss. Lena, die schon im Outfit ihrer Rolle als Schwester Jasmin steckt, startet mit den Flechtarbeiten an den langen schwarzen Haaren ihrer Mitschülerin. Ein Zopf ist nämlich gut unter dem Käppi zu verstecken, um die männliche Bartnote zu verstärken. Schließlich schlüpft Tabea in die Rolle von Steffen. Lea, die Mehmet spielt, entscheidet sich ebenfalls für einen schwarzen Bart, indes Marieke eine rot-bräunliche Variante auswählt. „Das passt besser zu meiner blonden Perücke“, bemerkt Marieke, die den Part von Jonas übernimmt. Im Nebenraum hinter der Bühne im Forum des Lise-Meitner-Gymnasiums (LMG) in Anrath herrscht rege Betriebsamkeit. Überall verwandeln sich die Schüler des Literaturkurses in die Mitarbeiter und Patienten der Freud‘schen Heilstätten LMG – die drei Buchstaben stehen für Lustprinzip, Massenpsychologie und Geld. Denn dessen Betreiber Professor Scheinheiler ist schon ein ganz spezieller Mediziner, der am liebsten sein Portmonee füllt. Der Literaturkurs von Tendyck führt die Komödie „Verrückte haben’s auch nicht leicht“ von Bernd Spehling auf. „Als wir mehrere Stücke durchgespielt haben, hatten alle bei dem Stück sofort ein Gefühl für die Rollen. Damit war die Entscheidung gefallen“, sagt Tendyck. Inzwischen stecken alle in Kostüm und Maske. Eine kurze Aufwärmübung der Darsteller, letzte Absprachen mit der Technik für das Feintuning, und Tendyck gibt das Startzeichen für den ersten Akt. Die Bühne ist dank eines ausgefeilten Bühnenbilds zur Klinik geworden. Da gibt es einen Wartebereich, das Vorzimmer des Professors, den Massageraum und den fantastischen Blick durch die Bogenfenster in den schicken Klinikpark. Krempe hat das Bühnenbild zusammen mit den Schülern in Eigenregie entworfen und gestaltet. „Was uns besonders freut, ist die Lichttechnik, die wir aktuell nutzen können. Der Förderverein des Gymnasiums hat uns Geld zur Verfügung gestellt, damit wir die entsprechende Technik leihen können, mit der wir so einige Spezialeffekte erzielen“, sagt Tendyck erfreut. Das zeigt sich schon zu Beginn. Licht und Musik harmonieren perfekt. Mehmet und Masseurin Rita haben den ersten Einsatz. Die Oberstufenschüler gehen in den einzelnen Rollen auf und spielen sie mit absoluter Bravour. Der Daumen von Tendyck geht immer wieder in die Höhe, um Zustimmung und Lob zu signalisieren. Die Premiere kann kommen. Der Literaturkurs führt die turbulente Komödie am 14. und 15. Juni um jeweils 19 Uhr im Forum des Gymnasiums an der Hausbroicher Straße 40 in Anrath auf. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende gebeten. Der Erlös fließt in das nächste Literaturkursprojekt.

(tre)