Anrath: Die Poschers und ihr Schaugarten

Lokale Wirtschaft : Anrath: Die Poschers und ihr Schaugarten

Garten- und Landschaftsbau Poscher fühlt sich auf dem ehemaligen Schelges-Gelände wohl.

Der Bekanntheitsgrad ist genauso groß wie beim Vorgänger und was die PS-Zahlen angeht, die jetzt in den Hallen an der Lerchenfeldstraße 70 b stehen, so liegen diese in der gleichen Kategorie. Und doch liegen Welten zwischen dem Reisebusunternehmen Schelges, das einst an dieser Adresse beheimatet war, und dem Garten- und Landschaftsbau Poscher. Neben den schweren Gerätschaften und den Materialien, die im Garten- und Landschaftsbau im Einsatz sind, bestimmen nun eine Baumschule mit jeder Menge Pflanzen und fertig angelegte Gartenflächen das Bild im kleinen Anrather Industriegebiet.  Christian Poscher hat sich 2005 selbstständig gemacht.

„Zumindest ein stückweit. Am 1. Juni 2005 habe ich ein Kleingewerbe angemeldet, damals war ich noch als Landschaftsgärtnermeister angestellt“, erinnert sich der 38-Jährige. Das änderte sich noch nicht einmal ein Jahr später. Im Februar 2006 wagte der Anrather auf dem elterlichen Gärtnereigelände den Sprung in die Selbstständigkeit. Ein Entschluss, den er nie bereut hat. Als Einmann-Unternehmen gestartet, hat Garten- und Landschaftsbau Poscher heute 30 Mitarbeiter. Darunter fünf Landschaftsgärtnermeister sowie einen Techniker für Garten- und Landschaftsbau und einen  für den Bereich Baumschule. In der hauseigenen Werkstatt arbeitet zudem ein Land- und Baumaschinenmechatroniker. Die Ausbildung liegt Christian Poscher am Herzen. Seit Jahren bildet er Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, aus. Heute gehört die Firma in der Kreisgruppe Rheinland West im Verband der Garten-, Landschaft- und Sportplatzbauer mit zu den größten Landschaftsbauern in der Region.

Vor fünf Jahren fand er für sein ständig gewachsenes Unternehmen auf dem ehemaligen Reisebusgelände einen optimalen Standort. Das Unternehmen bietet dabei die gesamte Palette des Garten- und Landschaftsbaus an. Dazu gehören die Anlage von Flächen sowohl für private Kunden als auch Unternehmen. Der Pflegesektor spielt eine weitere große Rolle – vom Hecke schneiden in Omas Garten bis hin zur Pflege von Großanlagen. Poscher hat sowohl Plätze für Reitanlagen gebaut als auch Bahntrassen für Unternehmen gerodet. Ob Zaunbau, Verlegung eines Kanals oder Pflasterung, alles wird erledigt.

Von der Schaufel über den 18 Tonnen Ketten-Bagger bis hin zum Traktor mit 400 PS steht so einiges in den Werkhallen für den Einsatz bereit. „Doch das Wichtigste sind unsere Mitarbeiter. Der Maschinenpark kann noch so gut sein, ohne ein tolles Team geht nichts“, betont Inhaber Christian Poscher.

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