A 52: Arbeiten im Kreuz Neersen dauern noch bis November

Kreuz Neersen : A 52: Arbeiten noch bis November

Am Kreuz Neersen werden die Standstreifen ausgebaut und im nächsten Jahr freigegeben.

Gearbeitet wird auf der Autobahn 52 am Kreuz Neersen schon länger, nun ist anscheinend ein vorläufiges Ende in Sicht. Seit September 2018 baut die Straßen-NRW-Regionalniederlassung Niederrhein zwischen der Anschlussstelle Mönchengladbach-Nord und dem Autobahnkreuz Neersen. Der Standstreifen wird verstärkt, um diesen später als zusätzliche Fahrspur nutzen zu können. Dazu werden Fahrbahndecke und die Fahrbahnentwässerung erneuert und es fanden Brückenarbeiten statt. Wie Straßen NRW auf Anfrage der WZ mitteilt, sollen die Bauarbeiten im November beendet sein.

Technik für Standstreifenfreigabe kommt im nächsten Jahr

Während der Bauarbeiten wird der Verkehr zurzeit beidseitig über zwei verengte Fahrstreifen geführt, was besonders im Berufsverkehr durchaus zu Staus führt. Straßen NRW investiert in diese Maßnahme nach eigenen Angaben rund 16 Millionen Euro aus Bundesmitteln.

Hintergrund des Ausbaus ist, dass in Zukunft die Standspuren zeitweise für den Verkehr freigeben werden sollen. Besonders zu Stoßzeiten, wie im Berufsverkehr morgens und abends, dürfen Auto- und Lkw-Fahrer dann auf dem Standstreifen fahren. Bis es soweit ist, wird es aber noch etwas dauern. Denn dafür ist eine elektronische Verkehrssteuerung notwendig. Es werden Kamerastandorte aufgebaut, um den Verkehr aus der Ferne überwachen zu können und, wenn es zum Beispiel eine Panne oder einen Unfall gegeben hat, den Standstreifen wieder mittels großer Anzeigetafeln zu sperren oder gar nicht erst freizugeben. Diese Vernetzung ist aufwendig. Benötigte Versorgungsleitungen mit Glasfaser wurden schon verlegt. Nun fehlt noch die Elektrotechnik. Dies soll sich laut Straßen NRW noch weit bis ins nächste Jahr hinziehen. Auch das Aufstellen der Anzeigen wird dann noch stellenweise Einschränkungen für den Verkehr bedeuten können.

Sechsspuriger Ausbau
wohl nicht vor 2025

Zum Beispiel auf der A 57 vor Köln gibt es bereits eine „temporäre Standstreifenfreigabe“. Bei Zunahme des Verkehrs wird der Standstreifen zeitweise auf zwei Kilometern freigegeben. Dadurch werden Verkehrsstörungen und Staus reduziert. Die temporäre Freigabe wird durch Pfeile und Tempo-Limit-Angaben auf den LED-Anzeigen kenntlich gemacht.

Die Arbeiten ums Kreuz Neersen bis zur Fußgängerbrücke an der Cloerbruchallee sind schon mal eine Vorstufe für den geplanten sechsspurigen Ausbau der Autobahn, der sich dort anschließen und dann bis zum Kreuz Mönchengladbach gehen wird. Die Vorplanungen laufen, noch 2019 oder 2020 soll es eine erste öffentliche Beteiligung geben. „Wir hoffen, dass der Vorentwurf Ende 2021 fertig und genehmigt ist“, sagt Maik Krebs, Planungsingenieur bei Straßen NRW. Planfeststellung könnte dann 2022 sein. Mit dem Baubeginn ist nicht vor 2025 zu rechnen.

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