40-Prozent-Quote in Vorst nicht erreicht

Schnelles Netz in Tönisvorst : Glasfaser: Nur Teilausbau  für Vorst

Nur 28 von benötigten 40 Prozent wollen schnelles Internet. Und zwar im Süden und rund um action medeor.

Es gibt gute und weniger gute Nachrichten im Zusammenhang mit dem schnellen Internet: In Vorst haben bislang 28 Prozent ihr Interesse gegenüber der Deutschen Glasfaser bekundet – 40 Prozent wären erforderlich gewesen. 2019 wird es deshalb nach jetzigem Stand dort nur zu einem Teilausbau kommen. „Wir hätten gern den Komplettausbau gehabt, aber ein Teilausbau ist immerhin ein Teilerfolg“, sagt Wirtschaftsförderer Markus Hergett. Er lobte am Montag bei einem Pressegespräch in Haus Vorst das Engagement der Bürgerinitiative: „Sie hat eine gute Arbeit gemacht.“ Nicht verstehen kann er die „unqualifizierten Kommentare“ in den sozialen Netzen. Dort werde der Eindruck erweckt, die Initiative werde von der Deutschen Glasfaser finanziert, was schlichtweg falsch sei.

Unternehmen hofft, dass es
noch Kurzentschlossene gibt

Nicole Holländer, Vertriebsleiterin bei der Deutschen Glasfaser, versprach: „Wir werden in Vorst 1200 Haushalte für das schnelle Internet vorbereiten. Profitieren werden in Vorst das Siedlungsgebiet im Süden von Vorst und das Gebiet rund um action medeor.“ Mit den Arbeiten soll im 1. Quartal 2019 begonnen werden. Sie werden rund sechs Monate dauern, wobei einzelne Haushalte schon eher ihr schnelles Internet bekommen werden sollen. Auch Projektleiter Murat Durmaz hofft, dass noch viele Haushalte in letzter Minute auf den Zug aufspringen werden.

Jonas Montag von der Bürgerinitative teilt diese Hoffnung. Sein Credo: „Es gibt keine wirklichen Gegenargumente, nur Vorteile.“ Die Netze der Telekom und von Unitymedia seien nicht so leistungsfähig wie ein Glasfasernetz, das nicht nur bis zu einem Verteilerkasten reicht, sondern in das Haus des Kunden. Weitere Vorteile für alle, die noch dabei sein wollen, sind aus Sicht der Deutschen Glasfaser: Sie bekommen den Hausanschluss gratis und binden sich nur für zwei Jahre. Dabei entstünden Kosten von rund 40 Euro im Monat. Die Bürgerinitiative weist darauf hin, dass schnelles Internet im Haus den Wert der Immobilie erhöhe. Ein Anschluss zum jetzigen Zeitpunkt mache auch Sinn, wenn man aktuell auf das enorme Datenvolumen nicht angewiesen sei.

In den Bereichen Hasenheide und Laschenhütte interessieren sich derzeit 26 Prozent für das Angebot der Deutschen Glasfaser. „Aus wirtschaftlichen Gründen ist hier kein Teilausbau möglich“, erklärte Durmaz. Aber auch dort wird das Unternehmen noch um Kunden werben. Weshalb am Samstag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr noch einmal die Infostände aufgebaut werden – inklusive kleinem Imbiss und Kinderbelustigung: Auf der Sommerfestwiese an der Laschenhütte und auf einer Wiese an der Sternstraße in der Hasenheide werden weitere Interessensbekundungen entgegengenommen.

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