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Wie Vorerkrankte im Kreis Viersen einen Impftermin machen können

Corona-Impfung : Wie Vorerkrankte im Kreis Viersen einen Impftermin machen können

Impfen und Testen - das ist die Strategie der Pandemiebekämpfung. Damit das auch funktioniert, werden immer mehr Schnelltestzentren eingerichtet und Impfberechtigungen für verschiedene Personengruppen erteilt.

Bisher ist aber nicht immer eindeutig, wer wann geimpft und wo ein Termin gebucht werden kann. Unter dieser Ungewissheit und fehlender Auskunft leiden einige, etwa die Kemperin Marianne Menzel, die eine Vorerkrankung und ein Attest hat und bisher nirgends einen Termin buchen konnte. „Ich hab die Nase voll“, sagte sie im Gespräch. Seit einigen Wochen sei sie auf Terminsuche. Vielen Menschen geht es wie Marianne Menzel. Am Donnerstag veröffentlichte der Kreis Viersen deswegen Erklärungen für das Impf-Prozedere für Vorerkrankte.

Demnach sind nicht alle Menschen mit Vorerkrankungen impfberechtigt, sondern nur solche, mit schweren Vorerkrankungen. Eine Auflistung gibt es in der Impfverordnung. Seit dem 6. April können sich Vorerkrankte bei ihrem Hausarzt impfen lassen. Alternativ vergibt der Kreis Viersen im Impfzentrum Termine. Allerdings ist das Angebot an Impfdosen dort klein, weshalb eine Warteliste geführt wird. Um im Impfzentrum geimpft werden zu können, ist ein ärztliches Attest notwendig: „Das Attest können Sie in Verbindung mit Ihrer Handynummer per E-Mail an impfen@kreis-viersen.de schicken. Das Impfzentrum kontaktiert und registriert Sie dann.“

Wer als impfberechtigte Person mit Vorerkrankung im Impfzentrum registriert ist, wird über die sogenannte „Impfbrücke“ über ein Impfangebot informiert. In diesem Fall bekommt man über eine SMS ein kurzfristiges Terminangebot für die Impfung. Um den Termin wahrzunehmen, muss mit „Ja“ auf die SMS geantwortet werden. Anschließend schickt der Kreis eine Terminbestätigung. Bleibt die Bestätigung aus, kommt der Termin nicht zustande, aber die Registrierung ist noch aktuell und man kontaktiert die Person erneut mit einem Impfangebot. Das Angebot gilt nur für die Person mit Vorerkrankung. Täglich können nur mehrere dutzend Impfdosen vergeben werden, die Warteliste ist lang. Deswegen ist weiterhin Geduld angesagt.

Genauso wichtig wie das Impfen ist das Testen. In Kempen gibt es derzeit sieben Standorte, an denen Bürger einen kostenlosen Schnelltest machen können. Hinzu kommt ein weiterer auf dem Viehmarkt am Samstag, 10. April. Hier können täglich 500 bis 1000 Personen mit einem Antigen-Schnelltest getestet werden. Im Zuge der weiteren Impfkampagne strebt die Stadt außerdem an, das Schnelltestzentrum eventuell auch als Impfzentrum zu nutzen. Die Öffnungszeiten sind ab kommender Woche dann von Montag bis Freitag, 7 bis 20 Uhr, samstags 10 bis 18 Uhr und sonntags 10 bis 16 Uhr.

Um ein größeres Angebot an kostenlosen Schnelltests anbieten zu können, habe die Stadt Kempen am Mittwoch vergangener Woche erste Gespräche mit der Firma PAS Solutions aus Köln geführt. Der Betreiber hatte sich zuvor bei der Stadt beworben, sodass kurzfristig der Kontakt hergestellt werden konnte. Schnell ging es dann auch, denn die letzten Abstimmungsgespräche fanden schon am Dienstag statt, seit Mittwoch ist das Testzelt im Aufbau und am Samstag soll es schon losgehen. In bis zu vier Teststellen können Bürger hier schon am Samstag zwischen 12 und 16 Uhr getestet werden. Termine können vorab gebucht werden unter:

www.coronapoint.de

Zudem können spontane Schnelltests ohne Termin stattfinden. Vor allem hierbei kann es aber zu längeren Wartezeiten kommen, eine Terminreservierung ist also empfehlenswert.

 Ein Gespräch gab es zudem mit dem Malteser Hilfsdienst. Der beantragte bereits die Zulassung für ein weiteres Schnelltestzentrum bei der Kreisverwaltung Viersen. Der Standort soll auf der Verbindungsstraße 27 in Kempen sein.