Witterung: Die Gefahren im Herbst

Witterung: Die Gefahren im Herbst

Die Polizei erklärt, wie sich Verkehrsteilnehmer bei Nebel verhalten sollten.

Kreis Viersen. Viele Verkehrsteilnehmer in der Region sind ihm gestern Morgen begegnet: dem Nebel. Und auch in den nächsten Tagen und Wochen wird man sich auf ihn einstellen müssen. Die WZ hat mit der Kreispolizei über die Gefahren auf herbstlichen Straßen gesprochen. Hier ihre Warnungen und Tipps:

Besonders tückisch sind Nebelbänke - weil sie Auto- oder Motorradfahrer überraschen, die plötzlich nicht mal mehr 50 Meter weit sehen können. "Zur hellen Tageszeit hat man oft noch Zeit, sich auf den Nebel einzustellen", sagt Polizeisprecher Bernd Klein. "In der Dunkelheit erkennt man aber eine solche Nebelbank häufig erst, wenn sie unmittelbar vor einem liegt." Laut Klein sind in einer solchen Situation viele wichtige Dinge zu beachten, etwa: Was steht oder fährt vor einem? Hat vielleicht jemand in der Nebelbank angehalten, weil er nichts mehr sehen konnte? Ist eine Vollbremsung mit Blick auf den nachfolgenden Verkehr möglich? Vor allem: Was ist zu tun?

Auf jeden Fall sollte, so nicht bereits geschehen, das Licht eingeschaltet werden. Klein: "Mittlerweile sind viele Neufahrzeuge mit Tagfahrlicht ausgestattet." Aber auch Fahrer von älteren Autos sollten grundsätzlich tagsüber mit Abblendlicht fahren.

Bei verminderter Sicht gilt zunächst: Runter mit der Geschwindigkeit! Ist der Nebel sehr dicht, liegt also die Sichtweite unter 50Meter, ist die Nebelschlussleuchte einzuschalten. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt dann 50 Kilometer pro Stunde. "Bei Sichtweiten über 50Metern ist die Schlussleuchte unbedingt auszuschalten, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden", betont der Vertreter der Kreispolizei.

Ein Problem, auf das die Polizei besonders hinweist, sind die so genannten Einäugigen. Gemeint sind Pkw oder Lkw, deren Beleuchtung nur zum Teil funktioniert - und sie so eben nur mit einem "Auge", sprich Scheinwerfer unterwegs sind. Dabei sei "sehen und gesehen werden" die Grundvoraussetzung für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr, sagt Bernd Klein.

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