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Wiederaufbau der abgebrannten Turnhalle in Viersen geplant

Nach Brand in Viersen : Halle wird wieder aufgebaut

Umkleide und Duschen der abgebrannten Halle in Helenabrunn sollen schon bald wieder nutzbar sein.

(naf) Wann die Agnes-van-Brakel-Schule in Viersen-Helenabrunn Ersatz für die niedergebrannte Turnhalle hat, ist unklar. „Einen Zeitplan für die Arbeiten gibt es noch nicht. Hier sind noch weitere Untersuchungen zum genauen Schadensumfang erforderlich“, sagt Stadtsprecher Frank Schliffke. In der Sitzung des Schulausschusses am Dienstag hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass die Halle wieder aufgebaut wird. Beauftragt und bezahlt werde das von der Brandschutzversicherung der Stadt. Immerhin: „Die Umkleiden im Untergeschoss wurden nur wenig beeinträchtigt. Sie können zeitnah wieder betriebsbereit gemacht werden“, sagt Schliffke. Davon profitiert nicht nur die Schule.

Am 13. Dezember war die Viersener Feuerwehr nach Helenabrunn gerufen worden, weil die Turnhalle brannte. Insgesamt 84 Feuerwehrleute waren im Einsatz, sie konnten jedoch nicht verhindern, dass die Halle niederbrannte. Die Polizei war ebenfalls vor Ort, sie ermittelt wegen Brandstiftung. Nachdem sie den Brandort am 16. Dezember freigegeben hatte, sah sich ein von der Versicherung der Stadt beauftragter Sachverständiger den Schaden an. „Die Stadt steht im engen Austausch mit der Schule, den betroffenen Vereinen und der Versicherung“, sagt Schliffke. Denn: Neben Schülern haben auch Vereinssportler, etwa von Blau-Weiß Concordia Viersen (BWC), die Umkleidekabinen genutzt.

Bei dem Brand waren Geräte des Turnvereins Helenabrunn zerstört worden, außerdem das Materiallager der Fußballabteilung von Blau-Weiß Concordia und das Vereinsarchiv – denn Blau-Weiß Concordia hatte in der Halle ein Geschäftszimmer. Hunderte Fotos, Pokale, Schriftstücke, zudem 90 Prozent der Fußballtrikots, Leibchen und Bälle sind weg. „Abgesehen vom Verlust des Archivs ist der finanzielle Schaden für uns groß, das sind rund
50 000 Euro“, sagt Andreas Harmes, BWC-Vorsitzender. Es gebe aber viel Unterstützung, etwa von anderen Vereinen, Banken, Unternehmen, Werbepartnern und Privatleuten. Spenden „im vierstelligen Bereich“ seien bisher angekommen. Der Viersener Karsten Thimm von Oldtimer Thimm habe jetzt gemeinsam mit einem Düsseldorfer Unternehmen eine Spendenaktion gestartet. Die Idee: Thimm verkauft CE-zertifizierte FFP2-Masken zu 1,07 Euro das Stück, zehn Cent pro verkaufter Maske gehen an den Verein. Dafür müssen die Kunden den Hinweis „BWC“ bei der Bestellung angeben – per E-Mail an die Adresse:

bwc@oldtimer-thimm.de