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Verwaltung will neue Verkehrsprognose für Viersen

Mobilität in Viersen : Abstimmung über neue Verkehrsprognose

Das derzeitige Verkehrsmodell der Stadt Viersen wurde 2009 aufgestellt und umfasst nur einen Prognosehorizont bis 2025.

(mrö) Wenn am Dienstag der Planungsausschuss zusammentritt, werden die Mitglieder über einen Vorschlag der Verwaltung abstimmen, für rund 60 000 Euro eine neue Verkehrsprognose in Auftrag zu geben. Die alte, noch aus dem Jahr 2009 stammende Prognose sei mittlerweile veraltet, argumentiert die zuständige Beigeordnete Susanne Fritzsche: „Die Datengrundlagen, auf denen das Viersener Verkehrsmodell basiert, sind - unter anderem aufgrund siedlungsstruktureller und verkehrlicher Entwicklungen - nicht mehr aktuell und als Plangrundlage für Siedlungsentwicklungen nicht mehr belastbar.“ Nur ein Beispiel: der innerstädtische Erschließungsring war damals noch Zukunftsmusik, Baugebiete wie an der Brüsseler Allee nur in der Planung. Die Technische Beigeordnete schlägt vor, den Prognosezeitraum für die Aktualisierung der Verkehrsdaten an den Zeithorizont für den in Überarbeitung befindlichen Verkehrsentwicklungsplans der Stadt Viersen („Mobilitätskonzept Viersen 2040“) anzupassen und auf das Jahr 2040 zu erweitern. „In einem ersten Schritt ist der Bestand zu analysieren“, sagt Fritzsche. „Dazu wird das Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet an verschiedenen Straßenquerschnitten erhoben und ausgewertet.“ In einem weiteren Schritt werde die künftige verkehrliche Entwicklung im Stadtgebiet bis zum Jahr 2040 ermittelt. Für die neue Prognose sollen neben den Bestandsdaten des Verkehrsaufkommens auch genauer betrachtet werden:

- die demografische Entwicklung in Viersen und ihre Auswirkungen auf die Mobilität und die Verkehrsmittelwahl,

- die Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten im Hinblick auf die Verkehrserzeugung und die Quelle-Ziel-Beziehungen,

- der absehbare Ausbau der Verkehrsinfrastruktur,

- die allgemeine Verkehrsentwicklung und ihre Auswirkungen auf die Mobilität und die Verkehrsmit-

telwahl.

Stimmt die Mehrheit im Ausschuss zu, will Fritzsche die Prognose rasch in Auftrag geben. Fritzsche: „Anfang 2023 könnte dann - nach Bauende des Tiefensammlers - mit der Erhebung der verkehrsrelevanten Daten begonnen werden. Die Verkehrsprognose soll im 4. Quartal 2023 abgeschlossen werden.“

(mrö)