Viersen : Anwohner sind genervt von Lärm und Abgasen

Anwohner der Grefrather Straße in Süchteln beschweren sich seit Jahren.

Die Viersener Stadtverwaltung soll weiter nach einer Lösung für das Verkehrsproblem an der Grefrather Straße, zwischen den Einmündungen Feldstraße und Heerbahn in Viersen-Süchteln, suchen. Damit hat sie der Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss in seiner jüngsten Sitzung beauftragt. Zuvor hatte die Verwaltung in der Sitzung eine Idee vorgestellt: Um dafür zu sorgen, dass der Verkehr besser fließt, dadurch Lärm und Abgas-Belastung sinken, könne das Parkverbot auf beide Straßenseiten ausgeweitet werden. Das stieß vor allem bei der CDU auf Kritik.

Bereits 2017 hatte die CDU beantragt, die Stadtverwaltung solle untersuchen, wie sich die Grefrather Straße umgestalten ließe. Anwohner hatten sich an sie gewandt, über Lärm und Abgas-Belastung geklagt. Auf einer Straßenseite ist das Parken bisher erlaubt. Das führt unter anderem dazu, dass die Fahrbahn wegen parkender Autos verengt ist, Busse, Autos und Lastwagen nicht am Gegenverkehr vorbei passen, Rückstaus entstehen.

Änderungen müssen dem aktuell geltenden Regelwerk entsprechen

Die Stadtverwaltung prüfte verschiedene Möglichkeiten der Umgestaltung, musste dabei eine Vorgabe des Straßenbaulastträgers Straßen NRW beachten: Die Änderungen müssen dem aktuell geltenden Regelwerk entsprechen.

Das Problem, das die Verwaltung nun erläuterte: Würde die Straße verbreitert, müssten Radweg und Bürgersteig schmaler werden – das wäre dann aber nicht mehr regelkonform. Einzige Möglichkeit, um für einen besseren Verkehrsfluss zu sorgen, sei, das Parkverbot im Straßenabschnitt zwischen Heerbahn und Feldstraße auf beide Seiten auszuweiten. „Da fühle ich mich um Jahre zurückgeworfen“, kritisierte Ralf Robertz (CDU). Es gehe seit 2017 um eine Verlangsamung des Verkehrs, jetzt komme die Antwort der Verwaltung: „Dann nehmen wir den Anwohnern die Parkplätze weg.“ Robertz fügte an: „Das geht nicht, da muss es noch andere Möglichkeiten geben.“ Jörg Dickmanns (SPD) betonte ebenfalls: „Mit dem Beschlussvorschlag sind wir auch nicht zufrieden.“ Die Verwaltung soll nun nach Alternativlösungen suchen. Eine könnte sein, zwei bis drei feste Parkblöcke zu schaffen. Das soll die Verwaltung nun in die weitere Planung einbeziehen.