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Verdi weitet Warnstreik im Kreis Viersen am Mittwoch, 14. Oktober, auf Kitas und Krankenhäuser aus

Am Mittwoch im Kreis Viersen : Warnstreiks jetzt auch in den Kitas

Am Mittwoch wird es erneut zu Einschränkungen beim öffentlichen Personennahverkehr kommen. Aber auch die Stadtverwaltung und die Kreisverwaltung Viersen werden bestreikt. Einschränkungen gibt’s auch bei der LVR-Klinik.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi weitet ihre Warnstreiks aus. Für Mittwoch, 14. Oktober, soll erneut im Kreis Viersen gestreikt werden. War bei den beiden bisherigen Warnstreiks lediglich der öffentliche Personennahverkehr betroffen, ist am Mittwoch unter anderem auch mit Einschränkungen in Kitas und Krankenhäusern zu rechnen. Laut Verdi werden sich Beschäftigte der Stadtverwaltung Viersen, der Kreisverwaltung Viersen, des Niersverbandes, der NEW Viersen, des LVR-Klinikums Viersen sowie der Stadtverwaltung Willich und der Schwalmtalwerke vor dem Viersener Stadthaus versammeln. Beginn der Kundgebung ist um 9 Uhr. Die Kundgebung finde unter Corona-Hygienebedingungen statt, hieß es von Seiten der Gewerkschaft.

Verdi erwartet Kita-Schließungen und Notgruppenregelungen

„Der Wille zum Streik ist bei den Beschäftigten in den letzten zwei Wochen nochmals gestiegen. Die Botschaft an die Arbeitgeberseite wird am Mittwoch nochmals lauter als vorher“, kündigte Dominik Kofent, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Linker Niederrhein am Montag an. Applaus allein für die Leistungen vor und während der Corona-Krise reiche nicht“, so Kofent. „Es ist zu erwarten, dass am Mittwoch wieder erhebliche Ausfälle im ÖPNV stattfinden werden, die kommunalen Leistungen werden in den bestreikten Kommunen nur bedingt angeboten werden können“, erklärte der Verdi-Geschäftsführer. „Gleichzeitig ist zu erwarten, dass es im Bereich der kommunalen Kindertagesstätten zu Schließungen und Notgruppendiensten kommen wird“, so Kofent. Auch Kunden der Sparkasse Krefeld könnten von Einschränkungen betroffen sein – auch deren Arbeitnehmer sind zum Warnstreik aufgerufen. In der LVR-Klinik werde für Notdienste gesorgt, betonte die Gewerkschaft. „Die Versorgung der Patienten wird sichergestellt.“ Die NEW geht davon aus, dass in Viersen der gesamte Linienverkehr zum Erliegen kommen wird; Einschränkungen bei den Bädern seien nicht auszuschließen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent bzw. einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden.

Eine dritte Verhandlungsrunde ist vom 22. Oktober an geplant. Betroffen sind von den Verhandlungen beispielsweise Beschäftigte in kommunalen Kliniken, Seniorenzentren und Kindertagesstätten, bei der Müllabfuhr, den Sparkassen, den Städten, Gemeinden und Landkreisen, bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern und vielen anderen Dienststellen und Einrichtungen des Bundes wie den Zoll oder die Rentenversicherung. Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege sollen an einem eigenen Verhandlungstisch eingebracht werden.

Der Warnstreik in Viersen ist eine von vier Veranstaltungen im Einzugsgebiet des Verdi-Bezirks Linker Niederrhein. Kundgebungen und Warnstreiks gibt es am Mittwoch ebenfalls in Mönchengladbach, Krefeld und Moers. „In Mönchengladbach wird der Müll vermutlich nicht entsorgt“, sagt Kofent.