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Umbau: Start für Insekten-Hotel

Umbau: Start für Insekten-Hotel

Im Gehege des Rotwilds auf den Süchtelner Höhen entsteht ein Natur- und Erlebnispfad.

Viersen. Barfußpfad statt Platzhirsch. Ins Wildgehege auf den Süchtelner Höhen ist wieder Bewegung gekommen. Die Stadt Viersen und der Süßwarenhersteller Mars haben am Mittwoch den Spatenstich für den neuen Natur-Erlebnispfad unternommen.

Mars hatte dafür 19 tatkräftige Helfer in das Waldstück geschickt. Mit Schubkarren und Schaufeln legten die Freiwilligen und Viersens Bürgermeister Günter Thönnessen den Grundstein auf dem etwa 2500 Quadratmeter großen Areal. Das Wildgehege soll zu einem Erlebnisbereich umgebaut werden. Das ist der Stadt 30 000 Euro wert, Mars 5000 Euro.

Die zentrale Lage zwischen den Stadtteilen Viersen, Dülken und Süchteln brachte dem Forstgebiet auf den Süchtelner Höhen auch den Beinamen „Grünes Herz“ ein — ein beliebtes Ausflugsziel. Und dieses „Herz“ soll vor allem für die Kinder weiter schlagen. Das ist die Botschaft der Beteiligten um Bürgermeister Thönnessen, Mars-Fabrikleiter Kai Könecke und Rainer Kammann von der Forstverwaltung.

Im vergangenen Jahr wurde die Abschaffung des Rotwilds wegen Sparmaßnahmen beschlossen. Die Tiere waren eine echte Attraktion. In der Bevölkerung regte sich Widerstand. Ein Ersatz-Konzept wurde ausgearbeitet. Das Rotwild lebt heute längst in anderen Landesteilen. Die Tiere sind in die Eifel umgezogen.

„Die Natur rückt mehr in den Fokus. Kinder suchen einen spielerischen Umgang mit der Natur. Sie wollen ihre Umgebung erfühlen und ertasten“, sagt Thönnessen. „Ökologisch orientierte Waldpädagogik“ lauten die Stichwörter. So gibt es auf den Höhen bald einen Barfußpfad und ein „Insekten-Hotel“. Natur soll erlebbar werden. Auf dem Pfad können Kinder über Kieselsteine, Mulch, Sand und Baumscheiben laufen. Das „Hotel“ ist eine Kombination aus Lehm und Holz mit vorgebohrten Kammern.

Doch mehr als die zwei Stationen auf dem Rundweg gibt es noch nicht. Die Organisatoren suchen weitere Ideen. Vorschläge und Engagements sind willkommen. „Jeder kann sich einbringen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Kammann. Auch die beiden Futterbehälter auf dem Gelände stehen für kreative Einfälle auf Papier bereit.