Susanne Fritzsche ist die neue Technische Beigeordnete von Viersen.

Technische Beigeordnete in Viersen : Ortskerne sollen stärker werden

Susanne Fritzsche ist seit dem 2. Januar Technische Beigeordnete.

Auf Reisen läuft Susanne Fritzsche stets mit offenen Augen durch fremde Städte. „Man kann in jeder Stadt etwas lernen“, sagt die Technische Beigeordnete der Stadt Viersen. Am 2. Januar hat die Nachfolgerin von Beatrice Kamper im Technischen Rathaus an der Bahnhofstraße ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist zuständig für Stadtentwicklung und -planung, Bauverwaltung und Bauaufsicht, das Ingenieurteam für Verkehrs- und Freianlagen und die Städtischen Betriebe, die für Stadtstraßen und die Grünanlagen zuständig sind. Gut 260 Mitarbeiter gehören in ihr Ressort.

Fritzsches frühere Arbeitsstelle liegt keine 20 Kilometer Luftlinie von Viersen entfernt. Zwölf Jahre war die 56-Jährige Technische Beigeordnete in Nettetal. Dort setzte die gebürtige Kölnerin viele Projekte um: die Ludbachpassage, die Fußgängerzone Lobberich, Neu- und Umbauten bei den Feuerwehrhäusern, Kindertagesstätten und den Petershof Leuth.

Viersen ist kein Neuland für sie: „In der Innenstadt war ich einkaufen. Ich kenne Viersen als Kreisstadt von Terminen. Dülken kenne ich natürlich auch, weil es einfach schön ist.“ Trotzdem stehen für Fritzsche derzeit viele Kennenlern-Termine auf der Agenda. An ihrem ersten Arbeitstag schrieb sie die Mitarbeiter an mit dem Versprechen, sich bald persönlich vorzustellen. „Vergangene Woche habe ich Süchteln besucht. Am Donnerstag führt mich Herr Dörenkamp durch Alt-Viersen“, erzählt sie. Kommende Woche treffe sie die „Macher“ der Königsburg.

Stadtentwicklung von Süchteln steht auf ihrer To-Do-Liste

Die Stadtentwicklung von Süchteln steht auf ihrer To-Do-Liste. „Dort müssen wir jetzt ein Konzept erarbeiten. Es gibt viele wunderschöne Häuser. Ich würde mir wünschen, dass wir an manchen Fassaden im Erdgeschoss etwas ändern, und wir müssen die Erreichbarkeit verbessern.“ Die Technische Beigeordnete hat alle Viersener Ortskerne im Blick. „Es ist wichtig, dass wir die Qualität erhalten, verbessern und den Einzelhandel stärken.“ Die Internet-Konkurrenz könne sie nicht aufhalten, aber „ich kann Hindernisse aus dem Weg räumen, wenn es etwa das Bauordnungsrecht betrifft“. Neben der Stärkung der Ortskerne hat sie noch ein Ziel: „Ich möchte ein Stadtentwicklungskonzept erstellen, eine Art Leitbild.“ Es gibt genug zu tun: günstigen Wohnraum schaffen, den Klimaschutz verbessern. Die Landesgartenschau würde sie gern in die Stadt holen.

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