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Sozialticket: Viersen blickt auf Nachbarn

Sozialticket: Viersen blickt auf Nachbarn

Viersen. Nachdem die Einführung des „Sozialtickets“ in Mönchengladbach politisch heftig diskutiert worden ist, ist das Thema auch in Viersen angekommen. Hier kommen 2300 Menschen in Frage, für die die Stadt die Berechtigung für ein solches Ticket ausfüllen müsste.

Nach einem Beschluss des Verkehrsverbunds Rhein Ruhr kann das Monatsticket in der Preisstufe A für 29,90 Euro angeboten werden. In 2011 und 2012 wird es durch Landesmittel finanziert. Nach der Pilotphase müssen die Städte die Kosten tragen — eine Aussicht, die die Viersener Politiker vor dem Hintergrund des defizitären Stadthaushalts besorgt. Darüber hinaus schaut die Politik auf die Nachbarstädte: Nur eine regionale Einführung des Tickets habe Sinn.

Würden sich die umliegenden Kommunen für das Ticket entscheiden, würde die SPD für eine probeweise Einführung plädieren, sagt Alfons Görgemanns. Stephan Sillekens (CDU) betont: „Wir können uns das in unserer Haushaltslage nicht leisten.“ Entschieden gegen ein Sozialticket ist die FDP: „Wir haben ein grandioses Netz von Sozialhilfen“, sagt Werner Dingel. „Ich lehne es aus grundsätzlichen Überlegungen ab, egal, was Gladbach und Krefeld machen.“ Genau das soll aber nun beobachtet werden.

Die Diskussion wird im Rat (18. Oktober) fortgesetzt. gran