Kolumbarium in Viersen Reizhusten an der Grabstätte der Eltern

Viersen · Schimmelbefall und Vandalismusschäden durch Kerzenwachs im Kolumbarium auf dem städtischen Hauptfriedhof in Viersen sorgen für Unmut bei den Hinterbliebenen. Wie reagiert die Stadtverwaltung?

„Es ist einfach nur beschämend.“ Iris und Heinz-Dieter Migas beschweren sich über den verschmutzten Zustand des Kolumbariums.

„Es ist einfach nur beschämend.“ Iris und Heinz-Dieter Migas beschweren sich über den verschmutzten Zustand des Kolumbariums.

Foto: Lübke, Kurt (kul)

Der Anblick ist nicht schön. Auf dem Boden des Kolumbariums, das sich in der ehemaligen katholischen Kapelle auf dem städtischen Hauptfriedhof befindet, pappen unzähligen Flecken von Kerzenwachs. In der rechten Ecke ist es nahezu ein Fleck neben dem anderen. Aber nicht nur hier sind die Verschmutzungen mit dem Wachs festzustellen. Auf den Grabplatten, hinter denen sich die Urnen befinden, fallen ebensolche Flecken ins Auge. „Wir haben schon alles versucht, das Wachs wieder herunter zu bekommen. Aber das geht leider nicht so einfach“, berichtet Iris Migas. „Es bleiben immer Restspuren übrig. Das Wachs ist regelrecht in die Marmorplatte eingezogen, die die Grabstätte meiner Eltern abdeckt.“ Selbst auf die Bilder ihrer Eltern, die auf der Grabplatte angebracht sind, habe jemand Kerzenwachs gespritzt. „Es ist einfach nur beschämend, wie hier Verstorbene und deren letzter Ruheort geschändet werden“, empört sich Iris Migas.