Nach Vorfall an Grundschule in Viersen: Wie Eltern ihre Kinder stark machen

Polizei Viersen gibt Tipps : So stärken Eltern ihre Kinder

Es ist eine unangenehme Situation: Das Ansprechen von Grundschulkindern ist nicht verboten. Eltern sind natürlich trotzdem in Sorge um ihr Kind. Was können Sie tun? Und was sollten sie lassen? Antje Heymanns, Sprecherin der Kreispolizeibehörde Viersen gibt Empfehlungen:

-Ängstigen Sie Ihr Kind nicht! Geben Sie kindgerechte, sachliche Informationen und Verhaltenstipps.

-Treffen Sie Absprachen! Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sollten wesentliche Bestandteile sein. Seien Sie ein Vorbild!

-Schicken Sie Ihr Kind zusammen mit anderen Kindern in kleinen Gruppen zur Schule. Sagen Sie ihm, wie und wo Sie erreichbar sind.

- Schauen Sie sich gemeinsam nach „Rettungsinseln“ um, wo es Hilfe holen kann (Geschäfte, Häuser, belebte Plätze).

- Sagen Sie Ihrem Kind, dass es eine Mindestdistanz von einem Meter zu fremden Personen und Fahrzeugen halten soll.

- Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen am besten verhält. Es sollte sich nicht scheuen, Erwachsene um Hilfe zu bitten und die Notrufnummer 110 kennen. Hat es selbst ein Handy, soll es im Notfall die 110 wählen.

- Sagen Sie Ihrem Kind, dass es im Notfall laut schreien / sich mit „Händen und Füßen“ wehren und weglaufen soll.

- Berichtet Ihr Kind von einem Vorfall, bemühen Sie sich zunächst Ruhe zu bewahren. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es bei Ihnen sicher ist. Loben sie es, weil es zu Ihnen gekommen ist. Glauben Sie Ihrem Kind und hören Sie ihm aufmerksam zu. Machen Sie ihm keine Vorhaltungen („…aber ich hab dir doch schon so oft gesagt, dass du das nicht machen sollst….“) und „bohren“ Sie nicht nach.

- Eine Veröffentlichung solcher Vorfälle zum Beispiel durch besorgte Eltern über Soziale Medien ist in der Regel kontraproduktiv. Sollten der Polizei Fälle bekannt sein, die wir als „gefährdend, gefährlich oder strafrechtlich relevant“ bewerten, würden wir entsprechende Veröffentlichungen in den Medien oder über Facebook selbst verbreiten, wenn wir eine Warnung der Bevölkerung für opportun erachten.