Mann wollte angeblich Schulkinder in Viersen in Auto ziehen - „Vorfall“ aufgeklärt

Widersprüchliche Aussagen der Kinder : Mann wollte angeblich Schulkinder in Viersen in Auto ziehen - „Vorfall“ aufgeklärt

Ein Mann soll am Freitagnachmittag in Viersen-Süchteln versucht haben, zwei Mädchen in sein Auto zu ziehen. Bei der ausführlichen Anhörung der betroffenen Kinder tauchten jedoch Widersprüche auf.

In Viersen-Süchteln soll ein Mann am Freitagnachmittag versucht haben, zwei Schulkinder in ein Auto zu ziehen. Die beiden Kindern konnten nach eigenen Aussagen weglaufen und baten eine Frau um Hilfe. Der Vorfall soll sich gegen 15.25 Uhr an der Grundschule an der Mosterzstraße ereignete haben, teilt die Polizei mit. Nach einer ausführlichen Anhörung der Kinder tauchten jedoch mehrere Widersprüche auf.

Die Zeugin meldete den angeblichen Vorfall der Polizei, worauf Beamte die Frau an ihrer Wohnanschrift aufsuchten. Dort trafen die Beamte auch auf die beiden Mädchen, die sich in Obhut der Zeugin befanden, teilte die Polizei unserer Redaktion mit.

Die beiden Kinder besschrieben ein Auto und einen Teil des Kennzeichens. Nach einer sofort eingeleiteten Fahndung, stoppten die Beamten ein entsprechendes Fahrzeug im Bereich der Grefrather Straße und überprüften es. Der Fahrer wurde zur Klärung des Sachverhalts mit auf die Polizeiwache genommen.

Inzwischen hatte sich bei der Leitstelle in Viersen eine Mutter eines weiteren Schulkindes gemeldet und einen gleichen Vorfall gemeldet. Auch in diesem Fall stimmte die Beschreibung des Fahrzeugs mit dem ermittelten PKW überein.

Widersprüchliche Aussagen der Mädchen

Noch am Abend verhörte die Polizei die Zeugen. Bei der ausführlichen Anhörung der drei Mädchen durch die Kriminalwache tauchten jedoch mehrere Widersprüche auf; letztendlich gaben die Kinder an, dass sie alles "erfunden" hätten. Auslöser der "Erfindung" war möglicherweise ein Vorfall von Donnerstag, bei dem ein Junge in der Grundschule angegeben hatte, von einem Mann in einem dunklen Auto angesprochen worden zu sein, was schlussendlich in der Schule und in den sozialen Medien thematisiert worden war.

Auch bei der Untersuchung des Fahrzeugs sowie mitgeführter Kommunikationsmittel ergaben sich keine Hinweise, die den Verdacht auf Straftaten erhärten konnten. Der Mann wurde nach Abschluss der Ermittlungen entlassen.

(red/dw)
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