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Glückloser Räuber verletzt sich am eigenen Messer: Notoperiert und festgenommen

Glückloser Räuber verletzt sich am eigenen Messer: Notoperiert und festgenommen

Viersen. Ein 26-jähriger bislang unbescholtener Viersener hat Freitag Nacht gegen 1.50 Uhr versucht, ein Schnellrestaurant auf der Freiheitsstraße zu berauben. Ein couragierter Zeuge vertrieb und verfolgte den Tatverdächtigen, der maskiert und mit Messern bewaffnet war.

Die herbeigerufene Polizei konnte den Mann schließlich überwältigen und vorläufig festnehmen.

Bei der Festnahme verletzte sich der Mann mit einem der mitgeführten Messer so schwer, dass er in stationäre Krankenhausbehandlung gebracht werden musste. Er musste notoperiert werden.

Laut Polizei bedrohte der mit Sturmhaube maskierte Mann zuvor einen Angestellten und forderte Bargeld. Der einzige Kunde, ein 35-jähriger Süchtelner, griff beherzt ein und drängte den Mann mit körperlicher Gewalt aus der Filiale heraus.

Ohne Beute flüchtete der Bewaffnete in Richtung Gereonstraße. Der Zeuge versuchte mehrfach, den Mann durch Tritte zu Fall zu bringen, es gelang ihm jedoch nicht, den Flüchtenden aufzuhalten.

Der Tatverdächtige versuchte mehrfach, den Zeugen mit dem Messer zu verletzen und drohte letztlich damit, sich selber zu verletzen, wenn der Süchtelner die Verfolgung nicht aufgeben würde. Die Verfolgung ging bis zur Josefskirche.

Auf der Gereonstraße traf die alarmierte Polizei mit mehreren Besatzungen auf den Tatverdächtigen. Der Mann war mit zwei Messern bewaffnet. Die Beamten setzten n Pfefferspray ein - zunächst ohne erkennbare Wirkung.

Obwohl die Beamten drohten, ihre Schusswaffen einzusatzen, beeindruckte den Mann wenig. Er wich von den Beamten zurück und verletzte sich dabei mehrfach selbst mit den Messern.

Auch der Versuch, den Tatverdächtigen mit einem herannahenden Streifenwagen aufzuhalten, schlug fehl. Schließlich gelang es den Polizeibeamten durch gutes Zureden, das größere Messer mit einer Klingenlänge von etwa 20 Zentimetern fallenzulassen.

Dann erndlich gelang es den Beamten, den immer noch mit einem kleineren Messer bewaffneten Mann außer Gefecht zu setzen.Der Mann wurde vorläufig festgenommen.

Ein Notarzt musste die Stichverletzungen des Festgenommenen, die er sich selbst zugefügt hatte, behandeln. Der Tatverdächtige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wo er derzeit von der Polizei bewacht wird.