1. NRW
  2. Kreis Viersen
  3. Viersen

Eiserner Rhein: Viersen-CDU attackiert Bürgermeister

Eiserner Rhein: Viersen-CDU attackiert Bürgermeister

Sillekens kritisiert Thönnessen. Stadtrat spricht sich in einer Resolution gegen eine Streckenführung durch Viersen aus.

Viersen. Heftige Debatten, massive Vorwürfe gegen Bürgermeister Günter Thönnessen und eine mühsame Einigung auf eine Resolution gegen eine Streckenführung des Eisernen Rheins durch Viersen prägten die jüngste Ratssitzung in der Kreisstadt.

Foto: Archiv

Viersens CDU-Parteivorsitzender Paul Mackes, der mit Äußerungen nicht nur in der Kreis-CDU und bei den Parteifreunden der Nachbarkommunen für Unmut gesorgt hatte, nahm an der Sitzung gar nicht erst teil. Mackes hatte erklärt, dass die Viersener Christdemokraten eine mögliche Steckenführung des Eisernen Rheins an der A 52 favorisieren würden. CDU-Landtagsabgeordneter Stefan Berger versuchte, Mackes wieder auf die Linie der Kreispartei zurückzupfeifen.

Foto: Archiv

In Viersen regiert die Angst vor der von CDU-Staatssekretär Enak Ferlemann angestoßenen möglichen Trassenführung des Eisernen Rheins auf der Strecke Kaldenkirchen—Dülken nach einem zweigleisigen Ausbau. CDU-Fraktionschef Stephan Sillekens ergriff als Erster das Wort und startete mit massiven Vorwürfen gegen die Viersener Verwaltung und Bürgermeister Thönnessen. Ihm warf Sillekens unter anderem Versagen bei der Lärmschutzuntersuchungen an der Bahnstrecke Kaldenkirchen/Dülken vor.

Im Gegenzug wurde Thönnessen deutlich: „Ich warne Sie, Herr Sillekens. Sie versuchen hier, eine für Ihre Partei unangenehme Diskussion über dieses Thema auf die Verwaltung zu verlagern.“

Noch deutlicher wurde SPD-Fraktionsvorsitzender Alfons Görgemanns: „Es war keine politische Sternstunde des Kollegen Mackes, als sich dieser zur Streckenführung des Eisernen Rheins geäußert hat. Bevor hier mancher große Reden schwingt, sollte er über die Landesgrenze schauen.“

Viersens Landtagsabgeordnete Martina Maaßen sagte, dass es richtig sei, „dass Güter auf die Schiene gehören“, so die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat: „Fakt ist aber auch, dass der Bund andere Zugtrassen ins Spiel bringen kann, als sie vom Land NRW vorgeschlagen worden sind. Genau das gilt es im Auge zu behalten.“

Abschließend verständigte sich die Politik darauf, eine Ratsresolution zu verabschieden (siehe Kasten).