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Das Ende der Fußgängerzone in Viersen-Dülken

Altstadt Viersen-Dülken : Die Ära der Fußgängerzone in Dülken endet bald

Arbeiten zu Umbau der Lange Straße sind gestartet. Auf Teilstück sollen wieder Autos fahren.

Sechs Jahre nachdem der Viersener Stadtrat eine „Gesamtstrategie für den historischen Stadtkern Dülken“ beschlossen hat, soll in diesem Jahr eine zentrale Maßnahme begonnen werden: Die Fußgängerzone in der Dülkener Altstadt wird verkleinert. Kosten dafür insgesamt: rund 1,1 Millionen Euro.

Auf einem Teilstück soll die Lange Straße nach rund drei Jahrzehnten wieder für den Autoverkehr freigegeben werden – und zwar als Einbahnstraße vom Westgraben in Richtung Peterboroughplatz. Sie wird künftig ein verkehrsberuhigter Bereich sein und als „Spielstraße“ ausgeschildert. Das bedeutet: Fahrzeuge dürfen dort nur im Schritttempo fahren. Fußgänger genießen Vorrang. Radfahrer dürfen auch gegen die Fahrtrichtung der Einbahnstraße fahren.

Auch Treppenstufen rund um den Tien Anton sollen verschwinden

Von der Umgestaltung erhoffen sich Verwaltung und Politik eine Belebung der Lange Straße – und eine bessere Erreichbarkeit der Wohnhäuser und Geschäfte. Erfreulich für die Anwohner: Sie werden nicht an den Umbaukosten beteiligt.

Die Vorarbeiten sind in diesen Tagen gestartet: Die Stadt ließ insgesamt 17 Linden fällen – um im Herbst mit dem Umbau beginnen zu können. Ursprünglich sollten die Arbeiten eigentlich bereits Ende 2019 erledigt sein. „Die ursprünglichen Pläne sahen in der Tat vor, dass die Lange Straße bereits 2019 ihre neue Gestalt erhalten sollte“, räumte der Stadtsprecher ein.

„Weitere Verbesserungen an den Plänen, die Wünsche der Dülkener Bürger und neue Erkenntnisse sowie andere Verzögerungen führten dazu, dass der Ausbau verschoben werden musste.“ 21 Stellplätze werden angelegt, darunter zwei Behindertenparkplätze. Die Lange Straße soll ein neues Pflaster erhalten. „Die neuen Beläge sind so gewählt, dass sie den Anforderungen an Barrierefreiheit entsprechen“, erklärte ein Stadtsprecher. Dazu gehöre auch ein Leitsystem für
Sehbehinderte. Auch abseits der Lange Straße soll die Innenstadt aufgewertet werden. So ist geplant, dass die Treppenstufen rund um den Tien Anton auf der Blauensteinstraße verschwinden. Ein neues Pflaster soll optisch eine bessere Verbindung in Richtung „Am Kesselsturm“ schaffen.