Coverband Last Order unterhält Besucher im Freigeist in Viersen

Viersen : „Last Order“ spielen Oldies und Evergreens

Die Band aus Grevenbroich gab Lieder der Toten Hosen, Stones und BAP zum Besten.

. „Alles toll, de Buud war voll, alles war so, wie et soll“, diese Zeile aus einem Song von BAP passte gut zum Konzertabend der Coverband „Last Order“ aus Grevenbroich. Es war rappelvoll im Viersener „Freigeist“, als Sänger und Bassist Roland Busch die Besucher begrüßte.

Seit 25 Jahren existiert die Band; einige stilistische, aber auch personelle Veränderungen hat es gegeben. Von der Gründungsformation sind neben Busch noch die Gitarristen Uli Zimmermann und Harry Zaudig dabei. Hatte man anfangs irische und kölsche Stücke im Programm, so änderte sich die Ausrichtung zunehmend in Richtung klassische Coverband. „Wir haben sogar eine CD mit eigenen Stücken produziert, doch was die Publikumsresonanz betrifft, haben wir als Coverband einfach bessere Karten“, sagte Busch.

Die Songauswahl führte quer durch die Geschichte des Rock

Dass „Last Order“ die Besucher gut unterhalten will, wurde mit dem ersten Lied als Motto serviert: „Let Me Entertain You“. „Altes Fieber“ von den Toten Hosen folgte, erzählt von der Leidenschaft für die Musik und die Bedeutung, die bestimmte Lieder für Menschen haben: Sie verbinden, sind Projektionsfläche, auf der man Gefühle oder Erfahrungen teilen kann. So nahmen „Last Order“ das Publikum mit auf eine Reise durch die Rockgeschichte, und das Publikum ließ sich darauf ein.

Das merkte man besonders, wenn es ans Mitsingen ging: Bei Mighty Quinn sangen schon viele mit, allerdings noch mehr als gegen Ende die lustigen Sachen kamen wie „I‘m a Believer“, „Twist & Shout“ oder „Satisfaction“. Das Programm war bunt gemischt, auch viele deutsche Klassiker gehörten dazu wie „Kristallnaach“ von BAP; Grönemeyer fehlte ebenso wenig wie Udo Lindenberg. Roland Busch wurde als Sänger gut unterstützt von Dagmar Groß und Monika Lüken, rockige Drumbeats lieferte Schlagzeuger Guido Kasmann und die filigranen Gitarrensoli steuerte Jörg Melchers bei. Musiker und Publikum hatten unüberhör- und unübersehbar ihren Spaß. nag

Mehr von Westdeutsche Zeitung