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CDU will Wochenmärkte in Viersen attraktiver machen

NRW : CDU will attraktivere Wochenmärkte

Die Nachbarstadt Mönchengladbach baut eine Markthalle, will auf dem Alten Markt jeden Tag Wochenmarkt anbieten. Die Viersener CDU ist in Sorge um die Auswirkungen auf Viersen – aber die neue Halle ist nicht der einzige Grund.

Die Viersener CDU fordert ein Konzept, um die Wochenmärkte in Viersen konkurrenzfähiger gegenüber den Angeboten in den umliegenden Städten zu machen. Hintergrund: Die Nachbarstadt Mönchengladbach will auf dem Alten Markt eine Markthalle bauen, an der die Marktbeschicker an sieben Tagen pro Woche ihre Waren verkaufen können und in der auch ein gastronomisches Angebot geschaffen werden soll. „Wir sind deshalb in Sorge, dass viele Gladbacher, die samstags den Wochenmarkt in Viersen besuchen, künftig fernbleiben“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Stephan Sillekens.

Die Möglichkeit, regionale Produkte direkt beim Erzeuger einzukaufen und das Gefühl der Nähe zum Erzeuger spielten den Wochenmärkten eine besondere Rolle zu, so Sillekens. „Aber auch der wachsende Wunsch vieler Menschen, sich bewusst und gesund zu ernähren und dabei vieles selbst zu machen, tragen zu einer Nachfrage bei. Wochenmärkte sind auch ein belebender Faktor für unsere Innenstädte und gelebter Klimaschutz, da Produkte, die nur kurze Transportwege aufweisen, nicht nur frischer, sondern oft auch nachhaltiger sind.“

Dass die Nachbarstadt die Markthalle baut, ist aber nur ein Punkt, der der CDU bei den Viersener Wochenmärkten Sorgen bereitet. „Gleichzeitig unterliegen die Marktbeschicker zunehmenden Belastungen von verschiedenen Seiten, und so hat in den vergangenen Jahren leider manch bewährter und bekannter Beschicker seine Tätigkeit eingestellt oder spielt derzeit mit dem Gedanken“, berichtet Sillekens.

Und: „Wir haben das Gefühl, dass das Potenzial der Wochenmärkte in Viersen noch nicht erschöpft ist.“ Im Klartext: Es könnten deutlich mehr Menschen aus Viersen auf den Wochenmärkten einkaufen, als es derzeit tun.

Die CDU fordert die Stadtverwaltung deshalb auf, die vorliegenden Konzepte zu den Wochenmärkten zu überdenken. In der Veränderung des Gesamtkonzeptes sollten nach Ansicht der Christdemokraten beispielsweise veränderte Uhrzeiten, Kombinationen mit dem hiesigen Einzelhandel, gezielte Food-Aktionen und Promotion mit örtlichen Anbietern oder auch jahreszeitliche und regionale Schwerpunktmärkte eingebunden werden. „So kann die Attraktivität der Viersener Märkte gesichert werden, und wir können Wege entwickeln, die dabei helfen, die Stellung unserer Stadt in diesem zunehmenden Wettbewerb zu stärken und auszubauen“, so Sillekens. „Ein vorteilhafter Nebeneffekt soll dabei auch eine Steigerung der Kundenfrequenz für die Innenstädte insgesamt sein, etwa durch vernetzte Angebote.“