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Blick ins Impfzentrum Kreis Viersen kurz vor Wiedereröffnung

Corona im Kreis Viersen : Das Impfzentrum öffnet ohne Termine

Kurz vor der Wiedereröffnung hat der Kreis Viersen die Anzahl der Impfstraßen im Impfzentrum erhöht. Am Donnerstag um 12 Uhr sollen die ersten Besucher ins ehemalige Krankenhaus an der Heesstraße eingelassen werden.

Das Zelt steht, die Laufwege sind markiert, die Impfräume eingerichtet und die Software wird gerade installiert: „Jetzt werden noch die restlichen Hinweisschilder aufgehängt“, sagt Rainer Höckels, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz. Auch eine Grundreinigung stehe noch an, Material „von Pflaster bis Spritze“ müsse aufgefüllt werden. Die Wiedereröffnung des Impfzentrums des Kreises Viersen im ehemaligen Krankenhaus St. Cornelius in Viersen-Dülken steht kurz bevor, am Donnerstag um 12 Uhr dürfen die ersten Besucher hinein, ohne Termin.

Geöffnet ist dienstags bis freitags von 12 bis 19 Uhr, samstags von 8 bis 15 Uhr. „Wir starten mit vier Impfstraßen“, sagt Höckels. Eigentlich sollten es anfangs nur zwei sein, doch mittlerweile rechnen die Verantwortlichen mit einem größeren Bedarf. Grundlage dafür seien die Erfahrungen, die man zuletzt bei den mobilen Impfaktionen des Kreises gemacht habe, erläutert Höckels. Der Amtsleiter und sein Team rechnen für den Anfang mit 600 bis 700 Impfungen pro Tagesschicht im Impfzentrum. Bei den mobilen Impfaktionen komme der Kreis jeweils auf etwa 500 bis 700 Impfungen. Das Impfzentrum sei nun eine Ergänzung dazu – vorerst solle es bis Ende April geöffnet bleiben.

 Rainer Höckels, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, am Registrierungs-Schalter.
Rainer Höckels, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, am Registrierungs-Schalter. Foto: Nadine Fischer

Ende September war die Einrichtung nach einem Landeserlass geschlossen worden. Der Mietvertrag des Kreises mit dem Eigentümer des Geländes – dem Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH) – lief aus. Für die Wiedereröffnung habe ein neuer Vertrag abgeschlossen werden müssen, nicht nur mit dem AHK, sondern auch mit dem Deutschen Roten Kreuz, dessen Einsatzkräfte vor Ort sind.

Das Zelt vor dem Gebäude
ist die erste Anlaufstelle

 Im Impfraum kann sich der Patient auf einen Stuhl setzen oder auf eine Liege legen, falls ihm das lieber ist.
Im Impfraum kann sich der Patient auf einen Stuhl setzen oder auf eine Liege legen, falls ihm das lieber ist. Foto: Nadine Fischer
 So sieht der Gang aus, der zu den Impfräumen führt.
So sieht der Gang aus, der zu den Impfräumen führt. Foto: Nadine Fischer

Das Zelt vor dem Gebäude ist die erste Anlaufstelle. Drinnen erfassen Mitarbeiter die Daten der Impflinge, sie bekommen ihre Barcodes. Von dort geht es nach links durch einen neuen Pavillon zum ehemaligen Haupteingang des Krankenhauses. Bis September war ein Seitentrakt als Eingang genutzt worden, doch weil das AKH dort Bauarbeiten plant, wurde ein neuer gewählt. Im Foyer registrieren sich die Besucher, dort können sie Unterlagen wie die Einwilligungsbescheinigungen vorlegen. Auf Monitoren werden ihre Impfnummern angezeigt, sodass sie sehen können, wann sie in einen der vier Impfräume gehen können. Bei der Einteilung werde berücksichtigt, wer welchen Impfstoff in welcher Dosis benötige, erläutert Höckels. Angeboten werden Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen. Der für den Anfang bestellte Vorrat an Moderna-Impfstoff reiche für zwei bis drei Wochen, schätzt Höckels. Biontech sei noch immer knapp: Von den vom Bund eigentlich zugeteilten 1200 Dosen seien nur 276 angekommen.

Die vier Ärzte, die im Impfzentrum arbeiten, teilt die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein ein. 20 bis 30 Erwachsene kann, so die Erfahrungswerte, ein Arzt im Impfzentrum pro Stunde impfen. Ab kommender Woche sollen in Deutschland auch Impfungen für Kinder ab fünf Jahren möglich sein. Höckels geht davon aus, dass dies vermutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen wird: „Wir rechnen erstmal mit zehn Impfungen pro Stunde.“