Urlaubsgefühle in Vinkrath

Urlaubsgefühle in Vinkrath

Das ganze Jahr über kommen Gäste in den Ferienpark Waldfrieden.

Vinkrath. Wo früher geschwommen wurde, gibt es heute den Ferienpark Waldfrieden. Er liegt im Norden von Vinkrath, an der Ortsgrenze zu Wankum, in der Nähe des Flüsschens Nette. Vor 80 Jahren schachteten unter anderem Vinkrather Bauern das Naturfreibad Frieters (Waldfrieden) von Hand aus. Nach der Fertigstellung hatte es ein Sprungbrett und einen Wasserzulauf von der Nette. Es hat sogar eine Zeit gegeben, da wurde ernsthaft darüber nachgedacht dort ein FKK-Gelände zu schaffen, was dann doch nicht verwirklicht wurde.

Foto: Friedhelm Reimann

Viele Grefrather und Vinkrather haben in „Frietersch Kull“, wie das Naturbad früher genannt wurde, das Schwimmen gelernt. Denn das Freibad Dorenburg war erst zur Badesaison 1961 fertiggestellt worden. So radelten die Grefrather früher mit Kind und Kegel nach Vinkrath. Man genoss die Natur und das Badeerlebnis. Es gab einige wenige Umkleidekabinen, die direkt an einer Liegewiese waren.

Foto: Friedhelm Reimann

Aus dem Naturfreibad mit angrenzender Gaststätte - sie ist heute geschlossen - wurde dann der Campingplatz Waldfrieden im Naturpark Maas-Schwalm-Nette. Doch erst 2004 entstand der der „Vier-Sterne-Ferienpark Waldfrieden“. Und zwar nachdem Werner und Brigitte Holt das rund 40 000 Quadratmeter große Gelände gekauft und das Angebot erheblich erwartet hatten.

Foto: Friedhelm Reimann

„Heute kommen die Camper aus einem Umkreis von rund 150 Kilometern nach Vinkrath“, sagt Werner Holt im WZ-Gespräch. Teilweise seien die Gäste schon Jahrzehnte im Ferienpark Waldfrieden ansässig. Doch auch Montagearbeiter mit Wohnwagen machten es sich auf dem Gelände gemütlich, so Holt. Mietwohnwagen stehen ebenso zur Verfügung wie zwei Mobilheime.

Es gibt auf dem Gelände 148 Dauerstellplätze und 30 Plätze für Tagesgäste. Der Ferienpark Waldfrieden bietet die Stellplätze in einer Größe von 70 bis 130 Quadratmeter an. Die Mehrzahl verfügt über einen eigenen Strom- und Wasseranschluss. Ferner wird Flüssiggas bereit gehalten. Die Jahresmiete liegt zwischen 700 und 1400 Euro.

Das frühere Naturschwimmbad ist gedrittelt worden. Zwei Drittel sind Angelteich, ein Drittel Freibad für die Gäste. Den Wasserzulauf von der Nette gibt es nicht mehr. Zahlreiche einheimische Fische kann der Angler in dem Gewässer fischen. Tag- und Nachtangeln ist möglich.

Vieles wurde modernisiert, neu gebaut und angelegt. Wie der kleine Ponypark mit sieben Ponys und Reitpferden. Laura (15), Tochter des Ehepaares Holt, betreut den Park. Geritten werden kann gegen eine freiwillige Spende. Verliehen werden gegen eine Tagesgebühr von zehn Euro auch Fahrräder. Ebenso Go-Karts für Kinder. Ein Euro die Stunde kostet dieser Freizeitspaß.

Neu gebaut wurde ein Jugendraum, in dem nicht nur Bücher ausgeliehen werden können, sondern auch Fernseher, Billard und Kicker gibt. Zum Angebot gehört eine Gaststätte, die freitags und samstags ab 18 Uhr geöffnet ist.

Die Sanitäranlagen der ganzjährig geöffneten Ferienanlage bieten neben kostenlosem Kalt- und Warmwasser einen Bügel-, Koch- und Spülraum. Ferner stehen Trockner und Waschmaschine zur Verfügung sowie Kühlmöglichkeiten und ein behindertengerechtes Badehaus mit Toilette.

Angeboten werden weiter Lagerfeuer, Wanderungen Ostereiersuche und Grillabende. Ein Dauercamper fühlt sich sogar so wohl im Ferienpark, dass er jetzt noch eine Parzelle angemietet hat und dort eine Eisenbahnanlage baut, die immer wieder Schaulustige anlockt.