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Sillekens liebäugelt mit dem Posten des Beigeordneten

Sillekens liebäugelt mit dem Posten des Beigeordneten

Amtszeit von Schrömbges endet im August.

Viersen. Die Viersener Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern — öffentlich nannte Stephan Sillekens es stets „ein altes Gerücht“, über dessen Inhalt er noch nicht nachgedacht habe. An dem Gerücht war aber augenscheinlich durchaus etwas dran, und nachgedacht hat Sillekens in der Zwischenzeit auch: Der langjährige CDU-Fraktionsvorsitzende hat seine Fraktion gefragt, ob sie sich vorstellen kann, dass er Beigeordneter der Stadt Viersen wird. Allerdings betonte der 56-Jährige gestern: „Abgeschlossen sind meine Überlegungen noch nicht.“

So viel aber ist klar: Die CDU-Fraktion wäre mehrheitlich dafür, dass Sillekens Nachfolger von Paul Schrömbges wird, dessen Fachbereich neben Schule, Jugend, Soziales und Sport auch Kultur und Integration umfasst. Mehr als die Hälfte aller städtischen Angestellten arbeitet in dem Geschäftsbereich.

Die Beigeordneten sind kommunale Wahlbeamte. Sie werden vom Stadtrat für die Dauer von acht Jahren gewählt. Ende August endet Schrömbges’ zweite Amtszeit als Dezernent, Ende Januar 2019 wäre er pensionsberechtigt. Eine dritte Amtszeit soll ihm nicht mehr angeboten werden. Schrömbges reagiert nach außen hin gelassen. „Ich habe zwei Werkverträge für Bücher, ich mache gerne Musik — da wird kein Vakuum entstehen.“

Sillekens, angestellter Lehrer am Berufskolleg Dülken, macht deutlich, dass er durchaus Spaß an dem Beigeordneten-Job hätte. „Ich komme aus dem Politikbereich, war Jugendreferent, habe in der CDU-Bundesgeschäftsstelle gearbeitet und bin in der Kommunalpolitik genau in den Feldern unterwegs, die zu dem Geschäftsbereich gehören“, sagt er. Was ihn zögern lasse: „Der Seitenwechsel. Man muss sich ja darüber im Klaren sein, mit wem man da in der Verwaltungsspitze zusammenarbeitet und sich fragen: Kann ich mir das vorstellen?“

Die SPD erklärte, dass sie eine dritte Amtszeit bis zum Erreichen der Altersgrenze von Paul Schrömbges unterstützt hätte. „Da droht jetzt eine Vakanz an der Spitze dieses wichtigen Geschäftsbereichs“, kritisiert Manuel García Limia, Fraktionschef der SPD. Mit der Personalie Sillekens wollen sich die Sozialdemokraten in der kommenden Woche befassen.

Sillekens erklärte, die CDU habe sich gegen eine dritte Amtszeit ausgesprochen, weil in dem Geschäftsbereich auf Abteilungsleiterebene Personalentscheidungen anstehen. Sillekens: „Der neue Beigeordnete sollte deshalb möglichst frühzeitig mit den Leuten zusammenarbeiten können.“