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Volksbank: Täter wartet vor dem Tresorraum

Volksbank: Täter wartet vor dem Tresorraum

Die Filiale in Hinsbeck wurde gestern überfallen. Ein maskierter Unbekannter bedrohte zwei Frauen mit einer Pistole. Zur Höhe der Beute gibt es keine Angaben.

Hinsbeck. Ein maskierter Unbekannter hat am Donnerstag zwischen 8.10 und 8.30 Uhr die Volksbank-Filiale am Markt 9 überfallen. Im Tresorraum zwang er zwei Mitarbeiterinnen, Geld in einen Rucksack zu packen. Verletzt wurde niemand, über die Höhe der Beute machte die Polizei keine Angaben.

Volksbank: Täter wartet vor dem Tresorraum
Foto: Frank Hohnen

Bevor die Volksbank gestern um 8.30 Uhr öffnete, war der Täter in das Gebäude eingedrungen — auf welchem Weg, ist bisher noch nicht bekannt. Am Tresorraum im Keller wartete er auf Angestellte. Als eine 39-Jährige aus Hinsbeck und eine 57-Jährige aus Brüggen den Tresorraum betraten, wurden sie plötzlich von hinten von dem Maskierten mit einer Pistole bedroht. Er zwang die Frauen, das dort gelagerte Bargeld einzupacken. Er sperrte die beiden Angestellten in den Tresorraum ein und verschwand mit Geld und Tresorschlüssel.

Danach verhielten sich die verängstigten Frauen zunächst ruhig, weil sie nicht wussten, ob der Täter noch im Gebäude ist. Erst nach einer gewissen Zeit wagten sie es, telefonisch Hilfe zu alarmieren. Um 8.45 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein.

Mehr als 20 Fahrzeuge allein aus dem Kreis Viersen und weitere aus benachbarten Kreisen sowie von anderen Behörden waren an der anschließenden Fahndung beteiligt. Mehr als eine Stunde lang kreiste der Polizei-Hubschrauber „Hummel“ über dem Bergdorf. Zudem durchkämmten Beamte angrenzende Wohngebiete — alles ohne Erfolg. Von dem Täter fehlte bis Redaktionsschluss jede Spur.

Der Überfall wirft vor allem zwei Fragen auf: Wie kam der Unbekannte in das Gebäude am Markt 9? Und wie hat er den Tatort verlassen — zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit einem Auto?

Der maskierte Bankräuber wird von den Frauen wie folgt beschrieben: etwa 1,75 Meter groß und schlank. Er trug eine dunkelrote, recht lange und weite Stoffjacke und eine dunkle Hose. Gesicht und Kopf waren mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert, „so dass keine weitere Beschreibung möglich ist“, so Polizeisprecherin Antje Heymanns. Der Mann sprach abgehacktes Deutsch (einzelne Wörter) mit ausländischem Akzent. Er bedrohte die Frauen mit einer schwarzen Schusswaffe, vermutlich einer Pistole.