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Sozialarbeit im Bürgerbüro Speckerfeld geht weiter

Sozialarbeit im Bürgerbüro Speckerfeld geht weiter

Einrichtung im Speckerfeld wird jetzt von der Caritas getragen.

Breyell. Nach zweimonatiger Zwangspause kann die Sozialarbeit im Bürgerbüro im Wohngebiet Speckerfeld fortgeführt werden. Manuela Nazemi-Bogda ist ab sofort montags und donnerstags für die Bewohner des Viertels da. Zu den Aufgaben der Sozialpädagogin zählt neben einer offenen Sprechstunde auch eine Beratung für Arbeitslose.

„Aber zuerst muss ich mir einen Überblick verschaffen und Kontakte knüpfen“, sagt die 45-Jährige. Sie hatte erst zwei Tage Gelegenheit dazu, sich einzuarbeiten. Dennoch hat sie bereits erste Ideen: „Ich könnte mir vorstellen, ein Begegnungs-Café einzurichten.“ Vorbild soll der „Treffpunkt Höhenstraße“ in Süchteln sein. Dort arbeitet Nazemi-Bogda an den drei übrigen Tagen der Woche.

Beide Einrichtungen haben neben dem Personal nun eine weitere Gemeinsamkeit: Sie werden vom Caritasverband getragen. In Breyell löst er die Diakonie ab, die bis zum 31. Oktober die hauptamtliche Fachkraft im Bürgerbüro stellte. Eigentlich sollte der Übergang nahtlos sein, doch Pläne, dass die Diakonie das Bürgerbüro so lange kommissarisch weiterführt, „haben sich zerschlagen“, wie es Bürgermeister Christian Wagner formuliert.

Neben der Caritas gab es nach Angaben Wagners auch Gespräche mit Maltesern und Deutschem Roten Kreuz (DRK), die sich auf die Ausschreibung der Stadt gemeldet hatten.

Manuela Nazemi-Bogdas Stelle ist auf 15 Stunden in der Woche ausgelegt. Nach einem Jahr soll laut Armin Schönfelder, Erster Beigeordneter, überprüft werden, ob das Stunden-Kontinget ausreicht. Der Vertrag mit dem Caritas-Verband ist zunächst auf zwei Jahre befristet. 2001 wurde im Wohngebiet Speckerfeld das Bürgerbüro eingeführt. Dort leben mehr als ein Dutzend unterschiedliche Nationalitäten. Vor der Einführung der Sozialarbeit im Viertel galt es als Brennpunkt.