Silvester an Haustiere denken

Silvester an Haustiere denken

Künstlerin geht ins Kloster, Erzieherin mag bunte Schilder, Tierärztin bittet um Rücksicht Senior gibt sich sportlich, Wirtsfamilie verkauft aus.

Nettetal. Große Pläne: „Ich bereite einige Ausstellungen vor“, verrät Marile Heinen (54). In Deutschland und Holland zeigt die Kaldenkirchener Künstlerin neue Werke, einige Projekte zusammen mit Kollegen wie Marianna Kalkhof aus Lobberich.

„Fürs Kloster Marienthal setze ich das Thema Babel aktuell um, da spielen Globalisierung, Geld, Macht mit hinein.“ Die für ihre „erdigen Skulpturen“ bekannte Künstlerin macht auch 2012 als einzige in Nettetal beim „Tag der offenen Töpferei“ mit. Internet: www.marile-heinen.de

Stolze Leistung: „Ich bin ja auch ein paar Jahre jünger als andere Teilnehmer“, sagt Hans-Willi Veckes (61. Er gewann das Tischtennis-Turnier des ESV Kaldenkirchen in der Gruppe „Senioren ab 60 Jahre“. Dabei spielt er „erst so seit 15 Jahren Tischtennis“. Statt eines Pokals erhielt der Sieger „eine Urkunde und einen großen Weckmann“.

Guten Rutsch: „Aber wer Haustiere hat, sollte beim Feiern Rücksicht nehmen“, mahnt Susanne Wollborn (52). Trubel und Silvester-Knaller könnten Tiere verängstigen, weiß die Hinsbecker Tierärztin. Ihr Tipp: „Katzen drinnen lassen, schreckhaften Hunden vorsorglich ein Beruhigungsmittel geben, etwa ein Enzym, das jeder Tierarzt kennt.“ So schwer es auch falle, Haustiere solle man in ihrer Angst nicht trösten, das „bestärkt sie nur im Gefühl, das was nicht stimmt“. Wollborn: „Auf keinen Fall ein Haustier an Silvester alleine lassen!“

Endgültig Schluss: „Wehmut ist schon dabei“, gibt Wilma Fuchs zu. Denn letzte Woche schloss Familie Fuchs die Traditions-Gaststätte Haus Abelen, die 100 Jahre lang ein beliebter Treffpunkt für alle Breyeller war. Allerlei Einrichtungsgegenstände vom Geschirr bis zu Töpfen werden von heute bis Donnerstag an jedermann verkauft (11 bis 19 Uhr, Tel. 02153/70754). Beim Aussortieren behielt Wilma Fuchs „nur das eine oder andere Erinnerungsstück“ für sich selbst.

Nette Bescherung: „So ein schönes Logo haben wir uns schon lange gewünscht“, freut sich Jennifer Tölkes (26). Die Leiterin der katholischen Tageseinrichtung für Kinder in Schaag zeigt auf das große bunte Schild am Eingang, das aus Spenden der Schützen-Bruderschaft Schaag finanziert wurde. „Das Miteinander von Kindern verschiedener Herkunft und die Kirche als christliches Element kommen prima zur Geltung“, sagt Tölkes.