Sexueller Missbrauch Nettetaler verklagt Bistum auf Schmerzensgeld

Nettetal-Kaldenkirchen · Manfred Schmitz ist einer von drei Männern, deren Klagen vor dem Aachener Landgericht verhandelt werden. Sie werfen katholischen Geistlichen vor, sie sexuell missbraucht zu haben: Eine schmerzhafte Auseinandersetzung mit dem Erlebten.

Ein Bild aus dem alten Fotoalbum: Manfred Schmitz als Teenager bei einer Fahrt nach Kärnten.

Ein Bild aus dem alten Fotoalbum: Manfred Schmitz als Teenager bei einer Fahrt nach Kärnten.

Foto: Holger Hintzen

Auf dem Tisch in der Kanzlei von Manfred Schmitz liegt ein altes Fotoalbum. Darin sind Bilder, die den heute 71-Jährigen als Teenager zeigen. Einige wurden bei einem Ausflug nach Kärnten gemacht. Mal steht Schmitz neben einem Auto mit Aachener Kennzeichen, ein anderes Bild zeigt ihn auf der Motorhaube sitzend. Daneben eingeklebt ist das Foto eines Mannes mit gescheiteltem Haar, Brille und einer schneeweißen Jacke. „Das ist er“, sagt Schmitz. Er, das ist jener Mann, von dem Schmitz sagt, er sei der Täter – der Mann, der ihn seit seinem zehnten Lebensjahr über Jahre hinweg rund 200 Male sexuell missbraucht habe: Johannes Besgen, in den 1960-er Jahren Kaplan einer Pfarre in Geilenkirchen und vor einigen Jahren gestorben.