Sequoiafarm: Mammutbäume im Grenzwald

Sequoiafarm: Mammutbäume im Grenzwald

Ein Verein übernimmt die Sequoiafarm in Nettetal. Künftig können die Baumriesen regelmäßig besichtigt werden.

Nettetal. Sie sind imposante Riesen: Mammutbäume. Doch wer glaubt, dass es diese gewaltigen Bäume nur in Kalifornien gibt, liegt falsch. Mammutbäume gibt es auch am Niederrhein. Auf dem Gelände der Sequoiafarm in Nettetal gibt es die Baumriesen sowie weitere 300 seltene Gehölzarten zu bewundern.

Die Gründung dieses Arboretums (botanischer Garten) geht zurück auf eine Katastrophe. 1947 wurde der Grenzwald bei Kaldenkirchen Opfer eines verheerenden Brandes. Damals kümmerten sich Dr. Ernst Martin und seine Frau Illa um die Wiederaufforstung. Sie starteten Versuche, Mammutbäume anzupflanzen.

Anfang der 50er Jahre begann man mit der Anzucht des frostempfindlichen Redwood, dem Küstenmammutbaum. Der Versuch, diesen kalifornischen Baum am Niederrhein zu etablieren, stieß in botanischen Kreisen auf großes Interesse.

Wie man heute weiß, war der Versuch erfolgreich. Einige der Exemplare erreichen nun nach 60 Jahren eine Höhe von fast 40 Metern.

1970 hatte das Land NRW die Sequoiafarm von Illa Martin gekauft, nachdem ihr Mann drei Jahre zuvor verstorben war. 1987 übernahmen die Stadtwerke Nettetal das 3,5 Hektar große Gelände. Bis zum Jahr 2007 nutzte die Universität Essen die Sequoiafarm zu Forschungszwecken.

Und nun hat der besondere botanische Garten im Grenzwald wieder einen neuen Eigentümer erhalten. Der Verein Sequoiafarm, ein Zusammenschluss von Baumfreunden aus ganz Deutschland, hat das Arboretum übernommen.

Die Farm soll nun stärker für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Künftig ist sie von April bis Oktober an Sonn- und Feiertag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Auch an den Tagen der offenen Gartenpforte wird man sich beteiligen, sagt „Farmvogt“ Michael Geller. hws
www.sequoiafarm-kaldenkirchen.de

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