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Sekundarschulverbund: Gemeinsam Zukunft planen

Sekundarschulverbund: Gemeinsam Zukunft planen

In Netteal arbeiten vier weiterführende Schulen zusammen.

Nettetal. Aus der Not macht die Stadt Nettetal eine Tugend. Die Not sind sinkende Schülerzahlen und die Pläne der Landesregierung, den Kommunen eine Sekundarschule anzudienen. Die Tugend ist die Bildung eines Sekundarschulverbundes. Dieser wurde am Montagmorgen von Bürgermeister Christian Wagner, dem Ersten Beigeordneten Armin Schönfelder, der Leiterin des Werner-Jaeger-Gymnasiums, Elisabeth Ponzelar-Warter, Realschul-Leiterin Waltraud Eikelberg, der kommissarischen Leiterin der Hauptschule Lobberich, Erna Dusen, und Markus Klinkhamels, Studien- und Berufsorientierungslehrer an der Hauptschule Kaldenkirchen vorgestellt.

„Wir wollen an der Gesamtschule sowie an dem differenzierten Schulsystem mit Gymnasium, Real- und Hauptschule festhalten“, sagte Wagner. Wichtig ist ihm, dass die beiden Haupt-, die Realschule und das Gymnasium eng zusammenarbeiteten. Schönfelder: „Das soll in Arbeitsgruppen intensiviert werden. Diese beschäftigen sich mit Ausbildung, der schulformverbindenden Zusammenarbeit, der Stärkung der gymnasialen Oberstufe und Inklusion.“

„Ich freue mich, dass ein Prozess angestoßen wurde, und dass wir von- und miteinander lernen können“, sagte Eikelberg. Die einzelnen Einrichtungen könnten ihre Profile stärken und sich dadurch wiederum unter einander ergänzen, sagte Klinkhamels. Und seine Kollegin Dusen ergänzte: „Das Profil einer Hauptschule beispielsweise besteht darin, die Schüler arbeitsfähig zu machen.“ Ponzelar-Warter bedauerte, dass viele Eltern die Anmeldung an der jeweiligen Schulform für endgültig hielten.

„Das ist aber nicht so. Wir arbeiten eng mit der Realschule zusammen, der wir Kinder abgeben, von der wir aber auch Quereinsteiger ab der zehnten Klasse erfolgreich zum Abitur führen.“

„Vielen Eltern“, so Wagner, „ist nicht bewusst, dass unsere Schulformen durchlässig sind. Das müssen wir mehr publik machen.“ Außerdem betonte er, dass bis 2015/16 keine Notwendigkeit besteht, eine der beiden Hauptschule zu schließen. „Jetzt sollen die Profile geschärft werden. Und durch den Austausch soll es später nicht mehr die Frage sein, ob es nach Lobberich oder Kaldenkirchen zur Schule geht.“