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Saisoneröffnung auf dem Nabu-Naturschutzhof

Saisoneröffnung auf dem Nabu-Naturschutzhof

3000 Gäste kommen zur Saisoneröffnung ins Sassenfeld.

Lobberich. Morgens um 8 Uhr regnete es noch in Strömen. Da schauten die Organisatoren der Saisoneröffnung auf dem Nabu-Naturschutzhof im Sassenfeld besorgt zum Himmel. Doch zur Eröffnung um 11 Uhr war es trocken — und die Besucher kamen in Strömen, obwohl die Wege noch schlammig waren, hier und da Wasserpfützen an den ersten ergiebigen Mai-Regen erinnerten.

Am späten Nachmittag des 1. Mai schätzte Heinz Tüffers die Zahl der Gäste auf etwa 3000. Die kamen zu Fuß, mit Fahrrad oder Auto aus den Niederlanden, Düsseldorf und Duisburg, Essen und Mülheim, den Kreisen Kleve und Wesel.

Erstmals in der 27-jährigen Geschichte des Naturschutzhofes gab es eine Saisoneröffnung ohne den Mitgründer Heinz Maibaum. Aus gesundheitlichen Gründen konnte der 85-Jährige nicht kommen. Dafür erklärten andere Nabu-Mitglieder den Besuchern Hochteich und -beet, Kräuter- und Bauernbeete.

„Hier gibt es sehr viel Interessantes zu sehen und Anregungen für die Schule“, sagte Silvia Hütte. Die Lehrerin aus Düsseldorf war zum ersten Mal auf dem Nabu-Hof, von dem sie schon viel gehört hatte. „Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen“, war ihre Bilanz nach einem zweistündigem Aufenthalt. Der große Lebensturm, der Kräutermann und der Franziskushügel gefielen ihr am besten.

Zur Saisoneröffnung gab es einen „Markt der Möglichkeiten“ mit über 30 Ausstellern. Es wurde gefilzt, gesponnen, mit Lehm gebaut und aus Weiden Körbe geflochten. Angeboten wurden Honig, Ziegenkäse und Kräuter. Informiert wurde über Solarkollektoren zum Selberbauen, Insektenhotels, Wespen- und Hornissennester, ökologischen Pflanzen-Anbau und Gartenmöbel aus heimischen Rubinien, Kastanien und Eichen.

Eröffnet wurde am Dienstag zudem der neue, barrierefreie Eingangsbereich. Seit Oktober 2010 war daran gearbeitet worden. 57 000 Euro gab es von der NRW-Stiftung. Wiebke Esmann, Leiterin des Nabu-Hofes: „Der alte Vorraum wurde samt Dach, Toiletten, Küche und Lager abgerissen, so dass nur noch die Wände stehen geblieben sind. Geschaffen wurden eine kleine Teeküche, zwei Toiletten und ein Lagerraum.“ lg