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Nettetaler Vereinsvertreter diskutieren über Zukunft des Sports in der Stadt

Nettetal : Nettetaler diskutieren über Zukunft des Sports

In Workshops entwickelten Vertreter von Vereinen, Verbänden und der Stadt Ideen.

Stadtsportverband, Sportvereine und Stadtverwaltung wollen Nettetal als Sportstadt fit für die Zukunft machen. In Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Viersen (KSB) und dem Landessportbund (LSB) diskutierten Sportvertreter am Samstag über das Thema „Sportstadt Nettetal – gemeinsam Zukunft gestalten“.

In drei Workshops gingen sie zunächst an drei Themenfelder heran. Dazu gehörten Strategien der Vereinsentwicklung mit der Frage, wie eine erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit gelingen kann. Moderiert wurde dieser Bereich von Oliver Kruggel von der NRW-Sportjugend. Unter Leitung von LSB-Moderator Norbert Weyers gingen die Teilnehmer in den Workshop „Fit für die Zukunft – Zielgruppe Ältere“ mit der Frage: „Wie sieht der Sport mit Älteren in der Zukunft aus?“ Mit LSB-Moderator Rainer Schwitanski stellten sie sich auch der Frage, wie Sportvereine den Nachwuchs fürs Ehrenamt gewinnen können.

Bürgermeister Christian Wagner (CDU) stellte nach der Feedback-Runde mit allen Gesprächspartnern fest: „Die Erwartungen wurden erfüllt. Das Format ist so gut, daran kann weiter gearbeitet werden. Ich bin begeistert, wie die Vereinsvertreter miteinander diskutieren und gemeinsam arbeiten können.“

Auch der Vorsitzende des Stadtsportverbands, Jürgen Hendricks, zeigte sich nach der Veranstaltung zuversichtlich: „Wir haben heute einen großen Schritt gemacht. Gemeinsam sind wir stark. Wir müssen die Sportstadt Nettetal nach vorn bringen.“ Marcus Optendrenk, als Chef des TV Lobberich an der Spitze eines der größten Sportvereine in der Stadt, erinnerte sich: „Wir haben vor Jahren einmal ein Programm aufgestellt, in dem wir diese hier angesprochenen Punkte wiederfinden.“

Für die Sportstadt Nettetal entwickelten die Vereinsvertreter schon Visionen. Dazu könnte ein Video mit einer Präsentation aller Sportvereine im Internet gehören. Die Vereine könnten gemeinsame Broschüren herausgeben, sie könnten mit Fitnessstudios und Jugendzentren kooperieren, das Lebens- und Gemeinschaftsgefühl im Sportverein betonen. Auch könnte die Stadt ausgebildete Trainer zur Verfügung stellen. Ebenso denkbar wäre eine Werbestrategie, die sich auch in sozialen Netzwerken abbilden lässt.

LSB-Mitglied warnt vor Überforderung der Ehrenamtler

Was den Vertretern der Sportvereine wichtig ist: die Steigerung der Wahrnehmung als „Sportstadt Nettetal“ – und dazu eine Bündelung der Informationen über Vereine und Sportarten in der Stadt. Politik und Verwaltung, Kindergärten und Schulen sollten in das Vorhaben eingebunden werden. Dazu könnte es Veranstaltungen geben, um Sportarten an „Schnupper-Tagen“ kennenzulernen.

In der Gruppe, die sich mit der Zukunft des Sports für Ältere befasst hatte, lautete ein Ergebnis, dass der Breitensport stärker in den Vordergrund gerückt werden müsse: als „Sport für alle“, der altersgerecht, nicht leistungs- oder wettkampforientiert angeboten wird. Schwitanski mahnte aber auch, „bei allen Lösungen für die Zukunft der Sportstadt Nettetal das Ehrenamt nicht zu überfordern“.