Nettetal will in saubere Wege und gepflegtes Grün investieren

Nettetal : Nettetal investiert in gepflegtes Grün

500 000 Euro werden für gärtnerische „Glanzpunkte“ und saubere Anlagen eingesetzt.

Schon an den Eingängen der Nettetaler Ortsteile sollen Besucher „freundlich empfangen werden und einen positiven ersten Eindruck bekommen“, beschreibt Heike Meinert die „Glanzpunkte“ in der Grün- und Sauberkeitsoffensive der Stadt. Prägende Bäume, Blumengerüste, Wiesen oder Formschnitte werden Zeichen dafür sein, dass die Stadt nun auch ein besonderes Augenmerk auf die Grüngestaltung legen wird. Die Leiterin des Fachbereichs Grünflächen stellte gemeinsam mit Ronald van Zanten (Leitung Baubetriebshof) im Betriebsausschuss des Nette-Betriebs vor, wie die 500.000 Euro verwendet werden sollen, die der Stadtrat für das Jahr 2019 zur Verfügung gestellt hat. Vorangegangen waren beredte Klagen über ungepflegte Wege und Grünanlagen.

Löwenzahn und andere Wildkräuter wucherten immer wieder auf Gehwegen. Doch sie konnten nicht regelmäßig mit einem Infrarotwärmegerät bekämpft werden, weil Personal fehlte. Nun hat van Zanten eine Lösung gefunden: Von April bis September springt ein bei der Forstbetriebsgemeinschaft ausgeliehener Mitarbeiter ein, der sich jeweils vier Tage in der Woche der Wildkrautbeseitigung widmet, denn „wesentliches Merkmal für Sauberkeit sind krautfreie Wegeflächen“. Weiter will van Zanten eine Sonderkolonne aufstellen, die sich etwa auch um das Müllpicken kümmert; dadurch werde „Plastikmüll gut, wenn auch aufwändig reduziert“. Im Herbst könne sie auch für die Laubbeseitigung eingesetzt werden.

Zu den rund 700 Papierkörben im Stadtgebiet sollen weitere 50 hinzukommen, darunter auch Großbehälter an stark besuchten Rastplätzen oder „Dosenfänger“ an Radwegen. Auch die Zahl der Hundekotbeutelspender wird von 14 auf 24 erhöht. Hier herrsche eine hohe Nachfrage, hat die Stadt festgestellt.

Grün an Straßen soll fünf- bis sechsmal im Jahr gepflegt werden

Papierkörbe und Beutelspender kosten rund 30 000 Euro. Auch die Ortsteilpflege soll um einen Mitarbeiter auch vier aufgestockt werden. Diese sind täglich mit ihren Lastenrädern in jeweils zwei Orten unterwegs und reinigen dort, wo keine Maschine hinkommt. Die sechs zusätzlich nötigen Mitarbeiter sollen teilweise auch über die Agentur für Arbeit beziehungsweise das Teilhabechancengesetz für Langzeitarbeitslose finanziert werden.

Das Grün entlang der Straßen soll künftig fünf- bis sechsmal im Jahr gepflegt werden. Weitere Pflegeleistungen sollen an Unternehmen vergeben werden, da immer wieder neue Flächen hinzukommen (etwa Nettetal-West). Zahlreiche Flächen sollen neu bepflanzt werden, um die Optik zu verbessern und die Pflege zu vereinfachen, etwa die Beete an der Blumenallee oder am Erlenweg/Akazienweg in Kaldenkirchen, die Kreisverkehre in Lobberich an Möbel Busch (niedrige Heckenelemente) und am Krankenhaus (Stauden mit Gräsern) sowie am Eingang Nettetal-West in Kaldenkirchen (Staudenpflanzung). Benötigt werden nach van Zantens Planung für die Pflege ein Ladegerät für Holzschnitt und eine neue Mähtechnik für Blumenwiesen. Bei herkömmlichen Grünflächen an markanten Stellen soll das Gras wieder eingesammelt statt wie bisher gemulcht werden.

Zu den „Glanzpunkten“ gehören nach Heike Meinerts Vorschlag wieder die Blumenampeln an den Laternenmasten in den Erholungsorten Hinsbeck und Leuth und neue Blumenpyramiden in den Einkaufsbereichen von Lobberich und Kaldenkirchen. Das Eingangsportal des Breyeller Friedhofs erhält Blumenkästen, in Kaldenkirchen wird die Umgebung des Zigarrenmacher-Standbildes aufgehübscht, außerdem der Eckbereich Kanal-/Bahnhofstraße. Kleine Blumenwiesen sollen rund um die Ortseingangsschilder entstehen, weiter an beiden Seiten der Lobbericher Straße und am Wasserturm.

Schließlich sollen die Bürger im Herbst mithelfen, viele Tausend Elfenkrokus-Blumenzwiebeln unter den alten Bäumen im Niedieckpark in die Erde zu stecken.

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