Nettetal: Neuorganisation der Verwaltung ist noch nicht abgeschlossen

Nettetal : Baudezernat: Chefsessel bleibt vorerst unbesetzt

Rat diskutiert nach Weggang der Technischen Beigeordneten über Nachfolge.

Was am 5. Januar hinter verschlossenen Türen stattfand, wurde beim Neujahrsempfang der Stadt nun öffentlich nachgeholt: Der neue Erste Beigeordnete Michael Rauterkus sprach seinen Amtseid. Der bislang noch in der Bezirksverwaltung Hamburg-Wandsbek tätige promovierte Chemiker wird seine Stelle offiziell am Montag, 1. April, antreten, jedoch in den nächsten Wochen immer wieder mal in Nettetal sein.

Die im vergangenen Jahr nach dem Weggang des Ersten Beigeordneten Armin Schönfelder eingeleitete Neuorganisation der Verwaltung ist damit aber noch nicht vollständig abgeschlossen, da es noch die Lücke zu füllen gilt, die der Wechsel der Technischen Beigeordneten Susanne Fritzsche zur Stadtverwaltung Viersen aufgerissen hat.

Stadtrat lehnte ersatzlose
Streichung der Stelle ab

Der Stadtrat war nicht einverstanden mit der ersatzlosen Streichung ihrer Stelle, sodass darüber noch diskutiert wird. Bürgermeister Christian Wagner (CDU) ist nach wie vor der Meinung, dass eine interne Lösung angesichts der vorhandenen Erfahrungen und Qualitäten vielleicht die bessere Lösung sei.

Aus den drei Dezernaten werden fünf Geschäftsbereiche. Den ersten (A) mit Steuerung und Kommunikation, Wirtschaft und Marketing übernimmt der Bürgermeister. Den Geschäftsbereich B leitet der Erste Beigeordnete, in dessen Verantwortung Organisation, Personal, IT-Service, Projektmanagement (Rathausnebenbau, Werner-Jaeger-Halle) und der Nette-Betrieb gebündelt werden.

Zum Geschäftsbereich C mit Kämmerer Norbert Müller an der Spitze gehören neben Finanzen und Steuern nun auch öffentliche Sicherheit und Ordnung. Den neuen Geschäftsbereich D Familie, Bildung und Soziales übernimmt Jochen Mütinga, bisher Fachbereichsleiter Kinder, Jugend und Familie. Offen bleibt noch die Spitzenposition für den Geschäftsbereich E Stadtentwicklung und Bauen; bis zu einer endgültigen Lösung sind für ihn Stadtplaner Markus Grühn und die Leiterin Bauaufsicht Carola Schellhorn fachlich verantwortlich. Organisatorisch bleibt er „zunächst“ dem Bürgermeister zugeordnet. Dass er damit in die Fußstapfen der vorherigen Baudezernenten Wolf-Hartwig Kothe und Fritzsche treten wolle, wie „teilweise kolportiert werde“, wies Wagner zurück.

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