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Nettetal: Neue Radroute verbindet Kunststationen

Nettetal : Eine Verbindung von Kunst, Natur und Freizeitsport

Insgesamt 160.000 Euro fließen in die Gestaltung einer neuen Radroute, die Nettetal und Kevelaer miteinander verbindet. In den beteiligten vier Kommunen sollen nicht nur Kunstwerke entlang der Route installiert werden.

(hb) „FahrArt“ heißt ein Projekt, das im Mai 2021 starten und Kunst mit Natur und Freizeitsport verbinden soll. Eine rund 100 Kilometer lange Radroute verbindet die Endpunkte Nettetal und Kevelaer miteinander. Auf der Route werden alle Kommunen der Leader-Region, zu der Geldern, Kevelaer, Nettetal und Straelen gehören, verbunden. In jeder Kommune werden jeweils zwei Skulpturen und zwei Aufenthaltsorte im öffentlichen Raum entlang der Radroute realisiert – insgesamt 16 Kunstobjekte.

Dank einer europäischen Förderung stehen die Mittel bereit. Für die geplanten acht Kunstobjekte stehen brutto 80 000 Euro zur Verfügung, für die acht geplanten Aufenthaltsräume sind 32 000 Euro, also 4000 Euro je Aufenthaltsort, eingeplant. Für die Kunstwerke haben die Projektplaner genaue Vorstellungen: „Durch künstlerische Eingriffe und Setzungen sollen Aufenthalts- und Erlebnisqualitäten der Kulturlandschaft an Niers und Nette mit ihrer typischen Prägung durch Landwirtschaft und Gartenbau punktuell in Wert gesetzt werden“, heißt es in der Ausschreibung zum Kunstwettbewerb. Die Bedeutung des Agrobusiness soll für die Region erlebbar gemacht werden. Gewünscht werden Skulpturen, „die sich mit der Region, Mensch, Landschaft und Kultur auseinandersetzen.“ Ergänzt wird die Ausstellung durch acht künstlerisch gestaltete Aufenthaltsräume, die zum Verweilen entlang der Route anregen sollen. Über reine Pausenstationen stellt man sich Punkte für Orientierung und Kontemplation vor.

Bewerben können sich Künstler, und Künstlergemeinschaften. Das Verfahren gliedert sich in eine Bewerbungs- und eine Planungsphase. Die Teilnahme erfolgt durch eine Bewerbung mit einer grobskizzierten Projektidee und einem Portfolio mit Abbildungen der künstlerischen Arbeit.

Bewerbungen werden bis zum 16. Oktober angenommen

Ein Verweis auf eine eigene Künstlerhomepage ist auch möglich. Die Idee für eine Skulptur oder einen Aufenthaltsraum ist durch eine Visualisierung, Skizze oder Beschreibung darzustellen. Die Projektplaner hoffen so zu erkennen, ob die Bewerber aufgrund ihrer bisherigen Arbeit in der Lage sind, die Wettbewerbsaufgabe in künstlerischer wie technischer Hinsicht zu erfüllen. Projektleiter und Kurator ist der Kunsthistoriker Wilko Austermann. Die Bewerbung soll bis zum 16. Oktober an ihn geschickt werden (siehe Link unten). Eine Bewerbung kann für einen oder mehrere Standorte abgegeben ­werden.

Aus den Einsendungen wählt eine Vorjury bis zu drei Künstler je Standort aus und lädt diese ein, konkrete Entwürfe oder Skizzen auszuarbeiten und diese bis Mitte November einzureichen. Diese Entwürfe werden dann von einer Jury gesichtet, die dann über den Zuschlag für jeden Standort entscheidet.

Die Gesamtkosten des Projektes betragen 160 000 Euro. 65 Prozent kommen über Leila (Leistende Landschaft) aus dem Haushalt der EU. 25 Prozent kommen vom Land, genau 104 000 Euro als Förderung Regionale Kulturpolitik NRW. Die restlichen zehn Prozent teilen sich die beteiligten Kommunen Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal mit jeweils 4000 Euro.

wilko.austermann@leader-leila.de