Krippen des Nettetaler Krippenweges

Die zehn Darstellungen der Heilsgeschichte in Kirchen und Kapellen ziehen zahlreiche Besucher an — und werden laufend noch erweitert. Am Sonntag ist der letzte gemeinsame Öffnungstag.

Nettetal. Einmal ist keinmal: Wer bislang schon die Krippen des Nettetaler Krippenweges besucht hat, der hat längst nicht alles gesehen. „Überall werden die Darstellungen noch ein bisschen erweitert, verändert, verschönert“, erzählt Ansgar Camps vom Krippenweg-Team. Die Besucherströme haben nicht nur „die Erbauer noch einmal ganz besonders motiviert“, sondern auch Liebhaber, die sich „mit Vorschlägen und Spenden einbringen“.

Angenommen wird er allemal, der Krippenweg: „Am vergangenen Sonntag war wirklich viel los in den Kirchen. Allein in St. Sebastian in Lobberich kamen mehr als 200 Besucher“, freut sich Camps. Damit hat sich jetzt schon der Mut gelohnt, den die Nettetaler Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) aufbrachte, als sie das Projekt anging.

So sind in den katholischen Pfarrkirchen, dazu in den Kapellen des Hinsbecker Marienheims und des Lobbericher Krankenhauses sowie in der Alten Kirche die Krippen zeitgleich zugänglich. Die Möglichkeit, nacheinander mehrere Ensembles zu besichtigen, wird laut Camps nach Beobachtungen des Teams „eifrig genutzt“.

Ansgar Camps vom Organisations-Team

Da wollten sich natürlich auch die Krippenbauer in den Kirchen von ihrer besten Seite zeigen — und werkelten weiter. „In St. Anna in Schaag wurde jetzt noch eine Stadt aus Pappkartons dazu gestellt, in St. Clemens in Kaldenkirchen ein Teich in die Szene integriert“, nennt Camps als Beispiele. Und die Krippe in St. Peter und Paul fand eine Besucherin „irgendwie nicht vollständig“: Spontan spendete sie Figuren der Drei Könige aus Kevelaer, die nun zur Heiligen Familie in Leutherheide kommen.

Dabei muss es nicht immer das Spektakuläre sein, das Besucher anzieht und bewegt. Die originelle Darstellung in bäuerlicher Landschaft unten im Kirchturm von St. Peter in Hinsbeck etwa oder die kleine Krippe im Altenheim Marienheim ein paar Straßen weiter, die so intim-familiär wirkt, haben es vor allem Familien angetan.

So lohnt sich auch zweiter und dritter Besuch des Nettetaler Krippenweges. Wobei manche gern mehr als nur Eindrücke und Erinnerungen mit nach Hause nähmen. Ansgar Camps: „Wir haben vor allem die Anregung bekommen, von den Krippen müsste es auch Postkarten geben.“

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