Klassik vor traumhafter Kulisse

Klassik vor traumhafter Kulisse

Den 400 Gästen gefiel die 19. Auflage sehr gut.

Nettetal. Sonnenschein und das Schloss Krickenbeck als perfekte Kulisse — das 19. Schlosshof-Konzert, organisiert vom Kulturkreis der Wirtschaft Nettetal, stimmte am Samstag rund 400 Gäste im Schlosshof zufrieden. Viele nutzten vorab die Gelegenheit und wandelten in der weitläufigen Parkanlage, um die Schönheit der Umgebung zu genießen.

In fast gemütlicher, in jedem Fall aber feierlicher Atmosphäre ertönten dann die ersten Konzertklänge des Kammerorchesters Sinfonietta Köln unter der Leitung von Dirigent Cornelius Frowein. Es war ein grandioser Auftakt mit der Ouvertüre zu „Iphigenie in Aulis“ von Christoph Willibald Gluck.

Der Geschäftsführer der Krickenbeck GmbH, Henning Thomas Graf von Schwerin, und Kulturkreismitglied Karl Fleuth hatten kurz zuvor die Gäste begrüßt und allen einen wunderschönen Abend gewünscht. „Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis der Wirtschaft in Nettetal“, so von Schwerin, der gleich noch ein bisschen Werbung für das Schloss machte: „Ab September können sie sich in den Schlossräumen standesamtlich trauen lassen und so ein Stück weit das herrliche Ambiente genießen.“

Dirigent Cornelius Frowein war bereits zum vierten Mal in Nettetal zu Gast und genoss den Abend genauso wie seine Musiker. Das Kölner Orchester präsentierte Mozarts „Haffner Sinfonie“ und Franz Schuberts „Ouvertüre im italienischen Stil“.

Ein weiterer Konzerthöhepunkt war der Schweizer Nachwuchs-Trompeter Fabian Neuhaus. Der 22-jährige überzeugte das Nettetaler Publikum und präsentierte seine Virtuosität am Instrument. Er brillierte bei Haydns „Concerto in Es-Dur für Trompete und Orchester“ und ließ die Gäste bei Johann Nepomuk Hummels „Concerto in E-Dur“ staunen.

Die Konzertpause nutzten die Gäste zum Gespräch, aber vor allem zu einem Gang durch den wunderschönen, gepflegten Schlossgarten. „Viele Gäste kommen neben der hervorragenden Musik auch, um einmal einen Blick auf das sonst verschlossene Anwesen zu genießen“, verriet Karl Fleuth.

Nach den temporeichen ungarischen Tänzen, die das Orchester als letzten Programmpunkt spielte, ließ das Publikum die Musiker nicht ohne Zugabe von der Bühne und verließ noch berauscht von der Musik die traumhafte Kulisse an diesem lauen Sommerabend. ku