Vorhaben in Venlo Nettetals Nachbarn verbannen Diesel-Laster aus der City

Venlo/Nettetal · Venlos Innenstadt soll ab 2027 eine Zone werden, in der Lkw und Lieferwagen nur noch fahren dürfen, wenn sie elektrisch oder mit Wasserstoff angetrieben sind. In Nettetal schaut sich die Stadtverwaltung dies interessiert an.

 Auch die Goltziusstraat ist spätestens 2030 für alle Lieferwagen und Lkw tabu, die keinen E-Antrieb haben oder nicht mit Wasserstoff fahren. Sie führt zur großen Tiefgarage unter dem Nolensplein am Ende der Fußgängerzone.

Auch die Goltziusstraat ist spätestens 2030 für alle Lieferwagen und Lkw tabu, die keinen E-Antrieb haben oder nicht mit Wasserstoff fahren. Sie führt zur großen Tiefgarage unter dem Nolensplein am Ende der Fußgängerzone.

Foto: Lübke, Kurt (kul)

Ein Teilstück Wevelinghover Straße in Lobberich soll Fahrradstraße und dafür müssen Parkplätze für Autos weichen. Eine Maßnahme, die zu einer Vielzahl weiterer geplanter im Mobilitätskonzept der Stadt Nettetal gehört – und die bei Anliegern auf geharnischten Protest stieß. Kunden von Geschäften und Patienten von Arztpraxen entlang der Straße müssten dann auf die Suche nach Parkplätzen in der Innenstadt gehen und längere Fußwege zurücklegen, so der Einwand. Auch Nettetals Partnerstadt Venlo hat sich neue Regeln für den Verkehr in seiner Innenstadt ausgedacht, und diese sind weitaus druchgreifender und betreffen gleich mehrere wichtige Verkehrsachsen in der City: Die Innenstadt soll „emissionsfreie Zone“ und das ab 1. Januar 2024 schon. Bedeutet: Der von der Regelung betroffene Raum soll für Lieferwagen und Lastwagen tabu sein, sofern sie nicht elektrisch oder mit Wasserstoff betrieben werden. Eine Maßnahme die Parteien im Stadtrat in einem Koalitionsvertrag festgelegt hat – unter der Überschrift „Gemeinsam ein gesundes Venlo aufbauen“.