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Gesund und günstig: „Cooking for Kids“

Gesund und günstig: „Cooking for Kids“

In einem Kurs wollen die Mitglieder des Aktionskreises „Junge Mütter“ zeigen, wie kindgerechte Ernährung funktioniert.

Hinsbeck. Wie sieht kindgerechte Ernährung aus? Was ist gesund? „Es ist schwierig, für ein Kind zu kochen“, sagt Marie-Luise Hellekamps vom Streetwork Nettetal. Vor allem junge Mütter oder Eltern wüssten oft nicht, was gut ist und hätten kaum Ideen, was sie ihrem Kind kochen können. Und teuer dürfe es bei knappem Budget nicht sein.

Dass Gutes nicht immer aufwändig und teuer sein muss, will der Arbeitskreis „Junge Mütter in Nettetal“ mit einem Kochkurs beweisen. „Cooking for Kids“ gibt es am 21. September zum ersten Mal im Katholischen Jugendheim Hinsbeck, Wankumer Straße 8. Willkommen sind junge Mütter mit ihren Kindern oder Schwangere im Alter von 14 bis 24 Jahren. „Väter sind natürlich nicht ausgeschlossen“, sagt Hellekamps. Bei genügend Interesse könnte das Angebot zur festen Größe werden.

Der Arbeitskreis hat sich fachkundige Unterstützung geholt: Diplom-Ökotrophologin Vanessa Drösser und Hauswirtschafterin Martina Scholz wollen den Müttern zeigen, wie kostengünstige kindgerechte Ernährung funktioniert — und vor allem Spaß am Kochen vermitteln. Aus Erfahrung wissen die Beraterinnen, dass oft Fertiggerichte auf der Einkaufsliste stehen, die teuer sind und vor allem nicht gesund. „Viele können gar nicht kochen oder haben einfach keine Idee, was sie machen könnten“, sagt Karen Langenheinrich vom Aktionskreis. Essen soll nicht nur Sättigung bedeuten. „Gemeinsame Mahlzeiten machen auch einen Teil des Familienlebens aus.“

Die Kursleiterinnen wollen zum Beispiel zeigen, wie man einen Smoothie aus frischen Früchten zubereitet. „Die Teilnehmer werden feststellen, dass das den Kleinen auch ohne Zucker schmeckt“, sagt Drösser. Smoothies ließen sich leicht selbst mit einem Stabmixer zubereiten. „Die fertigen sind unverschämt teuer“, so die Ökotrophologin.

Auf dem Plan stehen außerdem einfache Nudelgerichte mit Soße. Drösser: „Natürlich erklären wir auch, was für die Kinder geeignet ist und wie man die Küche sauber hält und Lebensmittel richtig lagert.“ Alle Zutaten werden bei Discountern eingekauft. Hellekamps: „Dazu gehören natürlich auch das gemeinsame Essen und zum Abschluss das Aufräumen.“

Nebenbei soll die Aktion den jungen Müttern Kontakte vermitteln. Hellekamps: „Wir machen das auch, damit die Mädels sich mal austauschen können.“