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Ferienfreizeit: Kinder als Künstler im Zirkuszelt

Ferienfreizeit: Kinder als Künstler im Zirkuszelt

Nach einer Woche Probe zeigten die Sechs- bis Zwölfjährigen ihre Show im Zelt an der Jugendherberge. Es gab Artisten, Zauberer, Clowns, Fakire und ein begeistertes Publikum.

Hinsbeck. Noch schnell auf Holz geklopft, und dann geht es los: „Toi Toi Toi!“ schallt es aus Kinderkehlen durch das Zirkuszelt auf dem Gelände der Jugendherberge, bevor sich der Vorhang öffnet. Eine Woche lang haben die Sechs- bis Zwölfjährigen geprobt, gemalt und gebastelt — und am Ende eine tolle Zirkusshow auf die Beine gestellt.

Vor Omas, Opas, Eltern und Geschwistern feierte „Talentiko Fantastiko“ am Samstag seine Premiere mit allem, was zum Zirkus dazugehört: Artisten, Fakire, Zauberer und Clowns. Nur die wilden Tiere beschränkten sich auf furchterregendes Brüllen hinter den Kulissen.

Dafür stiegen Letizia, Dominik und ihre Freunde auf dem Schwebebalken durch Ringe und verwandelten sich kurzzeitig in Klammeräffchen, die an der Stange entlangturnten. Zum Finale präsentierten die „Akro-Kids“ zu tosendem Applaus eine mehrstöckige Pyramide.

Dass die Kinder bei der Zirkusfreizeit mit Feuereifer dabei waren, merkte man auch den Fakiren an, die als „The Hellfire“ Feuer spuckten und über ein mit 5867 Nägeln gespicktes Brett liefen. Der feurige Finn und seine Mit-Fakire hätten selbst nachts in der Jugendherberge lieber auf einem Nagelbrett als in ihren Betten schlafen wollen, berichtet Betreuer Micha.

Geradezu dramatisch wurde die Atmosphäre im 180 Personen fassenden Zirkuszelt, als zu düsterer Musik und Nagelbrett noch Kunststücke mit brennenden Fackeln hinzu kamen.

Nur gut, dass die frechen Clowns zwischendurch immer wieder für Auflockerung sorgten, und auch die Betreuer kleinere Pannen mit Humor nahmen. Ob nun die Jonglage nicht ganz klappen wollte oder das Tuch, das erst noch hergezaubert werden musste, bereits aus der Kiste schaute — kein Grund zur Aufregung für die kleinen Zirkuskünstler.

Auch das Publikum wurde mit eingebunden und assistierte bei verschiedenen Kunststücken, bis zuletzt sogar Menschen von der Bühne gezaubert wurden. Zur Verabschiedung waren dann aber alle wieder da — sehr zur Freude der Eltern, die nach einer mehr als zweistündigen Show erschöpfte, aber glückliche Zirkuskinder mit nach Hause nehmen konnten.