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FDP-Ratsmitglied Peters: „Ich bin kein Besserwisser“

FDP-Ratsmitglied Peters: „Ich bin kein Besserwisser“

Johannes Peters (FDP) aus Kaldenkirchen will Bürgermeister von Nettetal werden. Er stehe für Bürgernähe und Bereitschaft zu Kompromissen.

Nettetal. Sein Lieblingsplatz ist die Terrasse am Gartenteich: „Hier sitze ich gern mit Freunden und philosophiere“, sagt Johannes Peters aus Kaldenkirchen. Gelegenheit dazu lässt ihm sein Dienst bei der Polizei wenig. Und in diesen Wochen hat das FDP-Ratsmitglied kaum Zeit zum Philosophieren — es ist Wahlkampf: „Ich möchte Bürgermeister von Nettetal werden“, sagt Peters.

Bürgermeister also. „Ja, ich bringe die Voraussetzungen mit, um in Nettetal was zu bewegen“, meint Peters selbstbewusst. Der Diplom-Verwaltungswirt war im Personalrat der Polizei für hunderte Mitarbeiter zuständig, fühlt sich „erfahren genug, auch eine Stadtverwaltung zu leiten“. In der Kommunalpolitik ist er seit über 20 Jahren dabei. Leitete etwa als Vorsitzender den Ausschuss für Schule, Sport und Stiftungen.

„Ich bin kein Besserwisser“, meint der 56-Jährige, „aber ein Bürgermeister muss einfach mehr Bürgernähe zeigen und mehr Offenheit etwa über Vorgänge in der Verwaltung.“ Genau das traut Peters sich zu: „Ich bin eher der gemütliche Typ, der das Gespräch sucht, gern den Menschen zuhört, aber dabei bin ich konsequent in der Sache.“

Die Sache, das sind die Inhalte in der Politik. So stehe die FDP zum Beispiel für die Beibehaltung „des dreigliedrigen Schulsystems in Nettetal, eine vernünftige Energie- und Finanzpolitik“ oder im Gewerbegebiet Venete „für die Ansiedlung auch von Firmen, die nicht direkt mit Agrobusiness zu tun haben“.

Dass er hinter sich nur eine kleine Partei hat, die FDP eben, sieht er nicht als Manko: „Bei der letzten Bürgermeisterwahl bekam ich schon 17 Prozent.“ Ein Bürgermeister, der einer kleinen Partei angehört, müsse vor allem eins mitbringen: „Kompromissbereitschaft und Überzeugungskraft, damit alle gemeinsam Entscheidungen mittragen.“ Selbstbewusst sagt Peters: „Und das kann ich, da werde ich mich mit aller Kraft einbringen.“ Auch wenn dann noch weniger Zeit zum Philosophieren am Gartenteich bleibt.