Familie Konnen - In Schaag gibt es Ziegen-Eis

Familie Konnen - In Schaag gibt es Ziegen-Eis

Exakt 25 Jahre nach Inbetriebnahme der Hofkäserei in Vinkrath hat Familie Konnen in Nettetals sechstem Stadtteil eine Eisdiele eröffnet.

Vinkrath/Schaag. „Niemand hat bislang die Ziege rausgeschmeckt“, sagt Bettina Konnen und lacht. Die Molkerei-Meisterin aus Vinkrath hat jetzt „Konni’s Eisdiele“ in Schaag eröffnet. Das Ladenlokal an der Boisheimer Straße 7 war rund 30 Jahre lang in der Hand von Marion Bischof, die dort ebenfalls Eis verkauft hat. Einziger Unterschied: Früher wurde das Eis aus Kuhmilch hergestellt, heute ist es Ziegenmilch.

„Die Schaager sind glücklich, dass es in ihrem Dorf weiter eine Eisdiele gibt“, sagt Konnen nach dem ersten Monat. 24 Sorten hat sie im Angebot, von Schoko über Drachenfrucht bis hin zum Jägermeister-Eis, vom Spaghetti-Eis bis zur Wundertüte.

Vor vier Jahren kam Konnen auf die Idee, Speiseeis aus Ziegenmilch herzustellen. Damals produzierte der Familienbetrieb in Vinkrath bereits seit 21 Jahren Käse und andere Produkte von der Ziege. „Zuerst war da die Skepsis in den Köpfen der Leute“, sagt Bettina Konnen. „Aber bislang hat eine Kostprobe alle überzeugt.“ Seit dem 16. Juni, exakt 25 Jahre nach Beginn der Käse-Produktion auf dem Konnenhof, gibt es „Konni’s Eisdiele“ in Schaag.

Am ersten August-Wochenende feiert die Hofkäserei ihr 25-jähriges Bestehen. Seit einem Vierteljahrhundert produziert der Familienbetrieb an der Mörtelsstraße 211 Käse aus Ziegenmilch. Heute gehören auch Quark, Joghurt, Fleisch und Wurst zum Angebot. Dabei war alles anders geplant: „Wir wollten eigentlich nie selber Käse machen, sondern die Milch an Molkereien liefern“, sagt Bettina Konnen.

Doch immer wieder weckten die Tiere auf der Wiese die Neugier von Radfahrern. Die fragten Konnen: „Verkaufen Sie Käse oder Milch?“ Anfangs war’s mit der Produktion und dem Verkauf schwer, erinnert sich die Molkerei-Meisterin: „Die Leute kannten das nicht und hatten Vorurteile. Sie dachten, Ziegenkäse stinkt und schmeckt streng.“

Ihr Mann Norbert und sie hielten dennoch an der Idee fest — mit Erfolg: Inzwischen vermarkten sie ihre Produkte im ganzen Rheinland, auf Märkten und in Bauernläden. Die beiden Töchter und der Sohn haben ebenfalls das Molkerei-Handwerk erlernt und arbeiten zum Teil im Betrieb mit.